Low-FODMAP-Diät bei Reizdarm: Das müssen Sie wissen

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Wer an Reizdarm leidet, muss auf seine Ernährung achten. Häufig stehen Betroffene ratlos vor der Frage: Was essen bei Reizdarm? Laut einer Studie von 2010 lautet die Antwort Low-FODMAP-Diät. Doch was verbirgt sich hinter dem komplizierten Namen?

Low-FODMAP bedeutet „wenig fermentierbare Oligo-, Di- und Monosaccharide sowie Polyole“. FODMAPs sind also kurzkettige, fermentierbare Kohlenhydrate, die vor allem in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten sind. Diese Kohlenhydrate stehen unter Verdacht, Magen-Darm-Beschwerden beim Reizdarmsyndrom auszulösen.

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Das Grundprinzip der Low-FODMAP-Diät bei Reizdarm ist, diese bestimmten Kohlenhydrate (Zucker) und Zuckeralkohole zu vermeiden. Durch diese Reizdarm-Ernährung sollen sich die Bauchbeschwerden bessern. Es gibt allerdings noch nicht viele Studien darüber, wie genau die FODMAP-Diät bei Reizdarm wirkt. Die vorhandenen Untersuchungen legen jedoch nahe, dass Reizdarm-Betroffene grundsätzlich von der Ernährungsumstellung profitieren – die positiven Effekte zeigen sich jedoch nicht bei allen Reizdarm-Symptomen.

Warum verursachen FODMAPs Darmbeschwerden?

Generell sind FODMAPs nicht schädlich. Ihr negatives Image haben die Kohlenhydrate aufgrund einiger Eigenschaften, die in bestimmten Fällen Darmbeschwerden auslösen können. Dazu gehört beispielsweise, dass FODMAPs viel Wasser binden können und sich dadurch Flüssigkeit im Darm ansammelt. Die Folge kann Durchfall sein. Außerdem können FODMAPs im Dünndarm sehr schlecht bzw. kaum aufgenommen werden. Sie gelangen dann unverdaut zum Dickdarm. Dort werden sie aufgrund ihrer kurzkettigen Beschaffenheit schnell vergärt. Dieser Fermentierungsprozess (Vergärung) führt bei manchen Menschen zu Darmbeschwerden wie Durchfall, Verstopfung, Blähungen oder Bauchschmerzen.

FODMAP-Liste mit Lebensmitteln

FODMAPs sind in vielen allgemein als gesund geltenden Lebensmitteln enthalten:

Oligosaccharide

- Getreidesorten wie Weizen, Gerste, Roggen
- Zwiebel- bzw. Lauchgewächse wie Speisezwiebeln, Lauch (Porree), weißer Teil der Frühlingszwiebel, Knoblauch, Schalotte
- Gemüsesorten wie Artischocke, Rote Bete, Fenchel, Erbse, Chicorée
- Pistazien, Cashewkerne
- sowie Hülsenfrüchte, Linsen und Kichererbsen

Disaccharide

Laktose in Milch oder Joghurt

Monosaccharide

Fruktose in

- Obst wie Apfel, Birne, Mango, Kirsche, Wassermelone
- Gemüse wie Spargel oder Zuckerschote
- Honig und Glukose-Fruktose-Sirup

Polyole

Sorbit, Mannit, Maltit und Xylit in

- Obst wie Apfel, Birne, Aprikose, Kirsche, Nektarine, Pfirsich, Pflaume, Wassermelone
- Pilzen, Blumenkohl
- zuckerfreiem Kaugummi oder Süßigkeiten

 

Low-FODMAP-Diät birgt Risiken

Neben dem hohen Aufwand, den eine Low-FODMAP-Diät mit sich bringt, bestehen auch gesundheitliche Risiken aufgrund der eingeschränkten und oft einseitigen Ernährung. Wer also auf FODMAPs verzichten will, sollte sich mit seinem Arzt oder einem Ernährungsberater beratschlagen um keinen Mangel wichtiger Nährstoffe zu erleiden. Bevor eine FODMAP-Diät beginnt, sollte der Arzt außerdem bestimmte Erkrankungen ausschließen, die möglicherweise die Darmbeschwerden auslösen. Dazu zählen beispielsweise

Lassen sich diese Krankheiten als Auslöser der Darmbeschwerden ausschließen, kann die FODMAP-Diät beginnen. Neuere Studien deuten darauf hin, dass eine FODMAP-Unverträglichkeit eine Ursache für die „Nicht-Zöliakie-Nicht-Weizenallergie-Weizensensitivität“ sein kann. Dabei handelt es sich um eine Intoleranz gegenüber bestimmten Bestandteilen von Weizen. Anders als bei der Zöliakie, ist der Krankheitsauslöser hier nicht Gluten sondern so genannte alpha-Amylase-Trypsin-Inhibitoren (ATI).

Im Zuge der ärztlichen Untersuchung kann auch die Dauer und der genaue Ablauf der FODMAP-Diät abgeklärt werden.

FODMAP-Phasen: Restrikitons- und Reexpositionsphase

Ernährungsexperten empfehlen den kontrollierten Verzicht von FODMAPs in zwei Phasen: Restriktionsphase und Reexposionsphase. In den beiden Phasen hilft ein Ernährungstagebuch dabei herauszufinden, ob FODMAPs für die persönliche Ernährung bei Reizdarm in Frage kommen.

  • Restriktionsphase (sechs bis acht Wochen):

FODMAPs werden komplett vom Speiseplan gestrichen. Einzige Ausnahmen können Laktose und Fruktose sein, wenn keine Intoleranz besteht. Studien zufolge kann auch eine glutenfreie Ernährung einen positiven Effekt auf die Reizdarm-Symptome haben. Allerdings sollten Betroffene, die keine nachgewiesene Zöliakie haben, nicht grundsätzlich auf Gluten verzichten – nur wenn sich die Beschwerden bei einem Gluten-Verzicht tatsächlich bessern, ist es sinnvoll. Andernfalls riskiert man eine Mangelernährung, ohne dass sich die Beschwerden entscheidend bessern.

  • Reexpositionsphase:

Haben sich die Symptome eindeutig gebessert, werden FODMAPs (und Gluten) einzeln für eine Woche wieder eingeführt. Ziel dieser Phase ist es, genau herauszufinden, welche Lebensmittel Symptome auslösen und danach einen persönlichen Ernährungsplan zu erstellen.

Außerdem ist es wichtig, nicht mehrere Reizdarm-Diäten gleichzeitig auszuprobieren – andernfalls ist es nicht möglich, eine Besserung oder Verschlechterung der Beschwerden auf eine bestimmte Ernährungsform oder spezielle Lebensmittel zurückzuführen.

Low-FODMAP hilft nicht bei allen Reizdarm-Symptomen

Hinsichtlich Reizdarm kann die Low-FODMAP in einigen Fällen Erfolge erzielen. Verschiedene Forschungsarbeiten zeigen, dass sich Reizdarm-Symptome wie Blähungen, Blähbauch und laute Darmgeräusche durch eine FODMAP-arme Ernährung bei Reizdarm mitunter bessern. Auf Durchfall und Verstopfung scheint die Low-FODMAP-Diät dagegen allerdings einen geringeren Einfluss zu haben. Dabei gelten gerade Durchfall und Verstopfung als häufigste Symptome des Reizdarmsyndroms.

Eine signifikante Verringerung aller Reizdarm-Symptome – neben Blähungen, Bauchschmerzen auch Durchfall und Verstopfung – konnte in einer groß angelegten klinischen Studie an Reizdarm-Patienten durch die Einnahme des einzigartigen Bakterienstamms MIMBb75 (nur in Kijimea Reizdarm ) erzielt werden. Teilweise konnten die Symptome sogar vollkommen verschwinden. Auch die Lebensqualität der Reizdarm-Patienten konnte gleichzeitig verbessert werden. Mehr zur Kijimea-Reizdarm-Studie erfahren

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Häufige Fragen

  • Wie nehme ich Kijimea Reizdarm ein? Und für wie lange?

    • Nehmen Sie 1x täglich zwei Kapseln Kijimea Reizdarm zur Mahlzeit unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (z. B. ein Glas Wasser) ein. Um optimale Ergebnisse zu erzielen, sollten Kijimea Reizdarm Kapseln für mindestens vier Wochen, besser zwölf Wochen eingenommen werden. Eine erste Linderung der Beschwerden sollte ab ca. einer Woche regelmäßiger Einnahme zu erkennen sein.
  • Muss eine vergessene Einnahme von Kijimea Reizdarm nachgeholt werden?

    • Generell empfehlen wir für eine bestmögliche Wirkung eine durchgehende Einnahme für mindestens vier, besser zwölf Wochen. Wenn Sie Kijimea Reizdarm jedoch an einem Tag vergessen haben, müssen Sie die Einnahme nicht nachholen.
  • Soll Kijimea Reizdarm zu bestimmten Tageszeiten eingenommen werden?

    • Kijimea Reizdarm sollte immer zusammen mit einer Mahlzeit eingenommen werden. An eine bestimmte Tageszeit ist die Einnahme jedoch nicht gebunden.
  • Enthält Kijimea Reizdarm Lactose?

    • Kijimea Reizdarm enthält keine Lactose und ist somit für Patienten mit Lactoseintoleranz gut verträglich.
  • Enthält Kijimea Reizdarm Gelatine?

    • Nein, Kijimea Reizdarm enthält keine Gelatine und kann somit auch von Vegetariern und Veganern bedenkenlos eingenommen werden.
  • Wie sollte Kijimea Reizdarm aufbewahrt werden?

    • Kijimea Reizdarm sollte unter 25 °C und trocken aufbewahrt werden.
  • Wo wird Kijimea Reizdarm hergestellt?

    • Kijimea Reizdarm wird unter der Einhaltung höchster Qualitätsstandards in Deutschland und Österreich hergestellt.
  • Was heißt Kijimea?

    • Kijimea ist Swahili und bedeutet übersetzt das Bakterium.

Autor: reizdarm.net-Redaktion
Letzte Aktualisierung: 11.10.2017

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Darmflora aufbauen mit Probiotika
– warum Ernährung allein nicht ausreicht

Stress oder die Einnahme von Antibiotika können die Bakterienflora im Darm aus dem Gleichgewicht bringen. Mithilfe von Probiotika lässt sich die Darmflora wieder aufbauen. Auch Reizdarm-Patienten profitieren von ihrer positiven Wirkung auf den Darm. Enthalten sind Probiotika von Natur aus auch in bestimmten Lebensmitteln. Doch wer seine Darmflora aufbauen will, dem reicht die richtige Ernährung allein nicht aus.

Probiotika im Zusammenspiel mit der Darmflora

Der Darm gilt als Sitz der Gesundheit. Diese Aufgabe erfüllt er unter anderem mithilfe der sogenannten Darmflora – also allen gutartigen Darmbakterien. Diese Bakterien schützen den Körper vor Krankheiten, indem sie das Eindringen von potentiellen Krankheitserregern verhindern. Dies gelingt allerdings nur, wenn sich die Darmflora im Gleichgewicht befindet. Wird sie z.B. durch die Einnahme von Antibiotika, durch eine ungesunde Ernährungsweise oder Stress geschädigt, wird der Darm nicht mehr optimal geschützt. Folglich kann es zu Entzündungen kommen. Um in diesem Fall die Schutzfunktion des Darms wiederherzustellen, können Probiotika helfen – und so die Darmflora wieder aufbauen.

Was sind Probiotika?

Sauerkraut
Lebensmittel wie Joghurt oder Sauerkraut enthalten natürlicherweise probiotische Bakterien. Allerdings kommen diese nicht in ausreichender Menge vor, um Erkrankungen wie z.B. Reizdarm zu lindern.

Als Probiotika werden lebende Mikroorganismen bezeichnet. Zu diesen gesundheitsfördernden Bakterien gehören beispielsweise Hefebakterien oder Milchsäurebakterien (Bifidobakterien). Probiotische Bakterien finden sich in bestimmten Lebensmitteln, wie:

  • Sauerkraut
  • Joghurt
  • Käse (unpasteurisiert)

Darmflora aufbauen mit probiotischen Lebensmitteln?

Lebensmittelhersteller werben gerne mit „probiotischen Produkten“, da diese den Anschein erwecken, gesund zu sein und einen positiven Effekt auf die Darmgesundheit auszuüben. Allerdings ist der tatsächliche Probiotika-Gehalt in diesen Lebensmitteln fraglich. Probiotische Lebensmittel weisen nämlich zwei Problematiken auf: Zum einen müssten sie laut der Deutschen Gesellschaft zur Bekämpfung der Krankheiten von Magen, Darm und Leber sowie von Störungen des Stoffwechsels und der Ernährung (Gastro-Liga) e.V. ungefähr zehn Millionen Bakterien pro Gramm Lebensmittel enthalten. Dies ist allerdings bei kaum einem Lebensmittel der Fall.

Zum anderen säuern einige probiotische Lebensmittel, wie Jogurt und Sauerkraut, während der Lagerung noch nach, wodurch die Anzahl an Probiotika immer weiter sinkt. Darüber hinaus erreichen viele Bakterien aus probiotischen Lebensmitteln gar nicht erst ihren Wirkungsort, da sie durch den sauren Magensaft vorher abgetötet werden.

Gesunde DarmfloraForschern ist es gelungen, die natürliche Darmflora zu „imitieren“.
Nach dem Vorbild der gesunden menschlichen Darmflora haben sie einen einzigartigen Komplex aus Mikrokulturen in besonders hoher Dosierung entwickelt (Kijimea Basis 10). Um einen idealen Nährboden für die Ansiedlung der zehn ausgewählten Mikrokulturen zu schaffen, kombinierten sie diese zusätzlich mit Biotin für den Erhalt gesunder Schleimhäute.

Probiotika und Reizdarm

Probiotika kommen oft zum Einsatz, nachdem die Darmflora eines Menschen stark geschädigt oder aus dem Gleichgewicht geraten ist. Studien der letzten Jahre haben gezeigt, dass Probiotika auch nach einer längeren Antibiotika-Einnahme die Darmflora wieder aufbauen können.

Auch für das Reizdarmsyndrom spielen Probiotika eine zentrale Rolle: Die Deutsche Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten hat Probiotika seit 2011 sogar in ihre Leitlinien aufgenommen, d.h. der Einsatz von Probiotika bei der Reizdarm-Behandlung wird sogar empfohlen. Um einen positiven Effekt bezüglich der Beschwerden bei Reizdarm zu erzielen, genügt allerdings nicht der bloße Verzehr von probiotischen Lebensmitteln, da diese mit ihrem zu geringen Probiotika-Gehalt keine Auswirkungen auf die Reizdarm-Symptome haben.

Spezielle Bifidobakterien lindern Reizdarm-Symptome

DarmwandzellenEinen tatsächlichen Effekt auf die Reizdarm-Beschwerden konnten allerdings spezielle Bifidobakterien aufweisen: Das mailändische Forscherteam um Prof. Dr. Guglielmetti entdeckte den einzigartigen Bakterienstamm
B. bifidum MIMBb75 (nur in Kijimea Reizdarm ), der Reizdarm-Symptome signifikant lindern kann.

Das Prinzip dahinter geht das Reizdarmsyndrom ursächlich an: Viele Mediziner vermuten hinter den Reizdarm-Beschwerden eine geschädigte Darmwand. Der Bifidobakterienstamm heftet sich an die geschädigte Darmwand an und verhindert so, dass Schadstoffe und Krankheitserreger eindringen können. Folglich können Erreger nicht mehr eindringen und der Darm wird nicht mehr gereizt.

Neben der signifikanten Linderung der Reizdarm-Symptome stellten die Forscher auch fest, dass sich die Lebensqualität der Betroffenen durch eine Therapie mit dem speziellen Bifidobakterienstamm verbesserte.

Enthalten ist der einzigartige Bifidobakterienstamm nur in Kijimea Reizdarm . Wechsel- oder Nebenwirkungen sind nicht bekannt.

 

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Autor: reizdarm.net-Redaktion
Letzte Aktualisierung: 23.08.2017

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Flohsamen und Flohsamenschalen: Anwendung und Wirkung

Kleine Samen mit großer Wirkung: Flohsamen enthalten viele Schleim- und Ballaststoffe und sind für ihren positiven Einfluss auf die Darmtätigkeit bekannt. Doch wie viel soll man einnehmen? Und haben Flohsamen auch unerwünschte Nebenwirkungen? Alle Informationen zur Flohsamen- Anwendung und -Wirkung finden Sie in unserem Video.

Was sind Flohsamen?

Flohsamen sind die Samen der Flohsamenpflanze (Wegerichgewächs: Plantago ovata, Plantago psyllium). Angebaut werden sie hauptsächlich in Pakistan und in Indien, weswegen sie auch unter der Bezeichnung indischer Flohsamen (auch: indische Flohsamenschalen) oder indischer Wegerich zu finden sind. Verwandt ist die Flohsamenpflanze mit dem heimischen Spitzwegerich. Ihren Namen hat die Pflanze tatsächlich aufgrund ihres Aussehens erhalten, da die Samen optisch an Flöhe erinnern.

Als Hausmittel gegen Durchfall, Verstopfung, Reizdarm und andere Darmprobleme kommen die getrockneten, ganzen Samen oder auch nur die Flohsamenschalen (oft als Flohsamenschalenpulver) zum Einsatz. Hinter dem positiven Effekt auf den Darm steckt der hohe Anteil an Schleim- und Ballaststoffen (Polysaccharide), die sich vor allem in der äußersten Schicht der Körner befinden.

Flohsamen und ihre Wirkung auf den Darm

Doch wie können Flohsamen gleichzeitig bei Verstopfung und bei Durchfall helfen? Die Antwort liegt in den Wirkmechanismen der enthaltenen Schleim- und Ballaststoffe, denn die Quelleigenschaften von Flohsamen funktionieren auf zwei Arten:

Flohsamen bei Verstopfung

Flohsamen enthalten viele Ballaststoffe, darunter Lignin und Cellulose. Diese unlöslichen Polysaccharide kurbeln die Darmaktivität an und wirken so als leichtes, natürliches Abführmittel. So wirken Flohsamen Verstopfung entgegen und regulieren bestehende Probleme mit der Darmträgheit.

Flohsamen bei Durchfall

Besonders die Flohsamenschalen weisen in Kombination mit Wasser eine sehr hohe Quellfähigkeit auf. Die Folge: Sie binden und schleusen überflüssige Flüssigkeit aus dem Darm und erhöhen das Stuhlvolumen.

Fazit: Flohsamen wirken bei Verstopfung abführend und gleichzeitig entwässernd bei Durchfall.

Flohsamen bringen vorrangig einen trägen Darm wieder in Schwung. Wer auf Nummer sicher gehen und Risiken bei der Flohsamenschalen-Anwendung ausschließen will, sollte die Einnahme mit dem Arzt absprechen. Dieser kann auch feststellen, ob Beschwerden wie Verstopfung, Durchfall, Blähungen oder Blähbauch mit einer anderen Krankheit (z.B. Reizdarmsyndrom) zusammenhängen und daher anders behandelt werden sollten.

TIPP DER REDAKTION

Steckt hinter Ihren Beschwerden das Reizdarmsyndrom, sollten Sie nicht zu viel mit Hausmitteln experimentieren. Setzen Sie lieber auf bewährte Mittel gegen die Symptome. Spezielle Bifidobakterien (nur in Kijimea Reizdarm ) konnten laut einer klinischen Studie die Reizdarm-Symptome signifikant lindern. Besonders erfreulich: Auch die Lebensqualität von Reizdarm-Patienten konnte mithilfe des Bakterienstamms verbessert werden.

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Flohsamenschalen: Anwendung, Dosierung und Einnahme

Anwendung finden die kleinen Körner aufgrund ihres hohen Ballaststoff-Anteils zur Regulierung von Darmaktivitäten wie Verstopfung oder Durchfall sowie bei Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes. Dazu gehören neben Reizdarm auch Analfissuren oder Hämorrhoidalleiden.

Erhältlich sind sowohl ganze Flohsamen oder Flohsamenschalen – häufig auch gemahlen als Flohsamenschalenpulver.

Flohsamenschalen Dosierung:

Einmalig oder über den Tag verteilt können zehn bis 30 Gramm Flohsamen eingenommen werden – egal ob bei Problemen mit Verstopfung oder Durchfall. Grundsätzlich lassen sich Flohsamenschalen auch in Wasser eingeweicht einnehmen. Angenehmer und schmackhafter ist jedoch die Flohsamen-Einnahme mit Müsli, Joghurt oder anderen Speisen.

Flohsamen Einnahme:

Wichtig bei der Flohsamen-Einnahme: Viel trinken! Pro Teelöffel Flohsamen sollten es zwei Gläser Wasser direkt nach der Einnahme und zusätzlich 1,5 Liter Wasser über den Tag verteilt sein. Das Wasser brauchen die Flohsamen um zu quellen. Ohne die hohe Flüssigkeitszufuhr kann es bei der Einnahme von Flohsamenschalen zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen. Geeignet sind neben Wasser auch ungesüßte Tees oder leichte Schorlen.

Darmreinigung mit Flohsamen:

Übrigens funktioniert auch die Darmreinigung mit Flohsamen nach diesem Prinzip: Hierzu dürfen es allerdings auch bis zu 40 Gramm (das sind ca. acht Teelöffel) Flohsamen über den Tag verteilt sein. Auch bei einer Darmreinigung mit Flohsamen gilt: Nach jedem Teelöffel Flohsamen zwei Gläser Wasser und 1,5 Liter Wasser oder Tee über den Tag verteilt nicht vergessen! Je nach Darmaktivität tritt die abführende Flohsamen-Wirkung nach zwei bis drei Tagen ein.

Flohsamenschalen-Anwendung bei Reizdarm

Auch für Reizdarm-Patienten kann die Flohsamenschalen-Anwendung förderlich sein: Forscher vermuten, dass hinter Reizdarm-Beschwerden kleinste Schädigungen in der Darmwand stecken. Auf diese Weise können Schadstoffe und Krankheitserreger leichter in die Darmwand eindringen und Entzündungen hervorrufen, die dann die typischen Reizdarm-Symptome auslösen. Flohsamen können dabei helfen, Schadstoffe verstärkt zu binden und schneller wieder aus dem Darm zu befördern.

Flohsamenschalen
Flohsamenschalen

Betroffene des Reizdarmsyndroms leiden regelmäßig an Symptomen wie Durchfall, Verstopfung und Blähungen – oft abwechselnd – und sollten daher grundsätzlich therapiebegleitend immer auf eine darmfreundliche Ernährung achten. Hierbei können Flohsamen eine unterstützende Rolle spielen. Als wirklich effektive Therapie bei Reizdarm-Beschwerden hat sich jedoch der spezielle Bifidobakterienstamm B. bifidum MIMBb75 (nur in Kijimea Reizdarm ) erwiesen: Einer groß angelegten, klinischen Studie zufolge lindert er die Reizdarm-Symptome signifikant und erhöht die Lebensqualität von Reizdarm-Patienten. Mehr erfahren

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Haben Flohsamenschalen Nebenwirkungen?

Bei der Einnahme von Flohsamenschalen gilt: Nebenwirkungen lassen sich mit einer hohen Flüssigkeitszufuhr vermeiden. Wer zu wenig trinkt, dem drohen auch bei einem sanften und natürlichen Abführmittel wie Flohsamen unangenehme Effekte.

Im Extremfall können Flohsamenschalen Nebenwirkungen wie einen Darmverschluss haben. Häufiger kommt es allerdings vor, dass die sie aufgrund der zu geringen Flüssigkeitszufuhr nicht richtig aufquellen und so ihren eigentlichen Zweck verlieren. Auch Blähungen oder Völlegefühl können vorkommen.

Für Kinder unter zwölf Jahren sind Flohsamen als Abführmittel nicht geeignet. Auch Verengungen der Speiseröhre, des Darms oder des Magens können ein Ausschlusskriterium für die Flohsamenschalen-Anwendung sein. In diesem Fall sollte die Einnahme mit einem Arzt abgesprochen werden. Weiter sollten Betroffene von Herz- oder Nierenleiden, die nur beschränkte Mengen trinken dürfen, auf die Flohsamenschalen-Anwendung verzichten.

Beachten Sie: Hinter regelmäßig auftretenden Symptomen wie Durchfall und Verstopfung (auch abwechselnd) oder Blähungen, Blähbauch und Bauchkrämpfen kann auch das Reizdarmsyndrom stecken. Zwar können in diesem Fall Flohsamen zu einer gesunden und darmfreundlichen Ernährung beitragen. Allerdings konnten nur spezielle Bifidobakterien (Bakterienstamm B. bifidum MIMBb75, nur in Kijimea Reizdarm ) signifikant zu einer Linderung der Reizdarm-Symptome führen und gleichzeitig die Lebensqualität von Reizdarm-Patienten erhöhen – und das ganz ohne bekannte Nebenwirkungen.

Kann man mit Flohsamen abnehmen?

Fakt ist: Flohsamen haben eine regulierende Wirkung auf die Darmtätigkeit und füllen dank ihrer aufquellenden Ballaststoffe den Darm – bereits mehrere Studien konnten die appetitzügelnde Wirkung von Flohsamen belegen. Zum Abnehmen reicht die Flohsamenschalen-Anwendung allein jedoch nicht aus. Wer Gewicht verlieren will, sollte auf viel Bewegung und ausgewogene Ernährung setzen. Flohsamen können beim Abnehmen aber unterstützend als leichter, natürlicher Appetitzügler eingesetzt werden.

Flohsamen und Flohsamenschalen kaufen

Flohsamen oder Flohsamenschalen oder doch Flohsamenschalenpulver?

Viele fragen sich, ob sie lieber Flohsamen oder Flohsamenschalen kaufen sollten. Generell gilt: Der Vorteil der Flohsamenschalen gegenüber den ganzen Flohsamen ist ihre intensivere Wirkung, da sich die meisten Schleim- und Ballaststoffe in der äußersten Schicht der Körner befindet. Außerdem werden ganze Flohsamen oft auch ungenutzt wieder ausgeschieden und erzielen so ihren Effekt auf die Regulation der Darmaktivität nicht.

Außerdem lassen sich Flohsamenschalen bzw. Flohsamenschalenpulver besser mit Joghurt, Müsli oder anderen Lebensmittel vermischen, sodass die Flohsamen-Einnahme angenehmer wird. Flohsamenschalen kaufen können Sie in Reformhäusern, Drogeriemärkten – oder auch im Internet.

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    • Nehmen Sie 1x täglich zwei Kapseln Kijimea Reizdarm zur Mahlzeit unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (z. B. ein Glas Wasser) ein. Um optimale Ergebnisse zu erzielen, sollten Kijimea Reizdarm Kapseln für mindestens vier Wochen, besser zwölf Wochen eingenommen werden. Eine erste Linderung der Beschwerden sollte ab ca. einer Woche regelmäßiger Einnahme zu erkennen sein.
  • Muss eine vergessene Einnahme von Kijimea Reizdarm nachgeholt werden?

    • Generell empfehlen wir für eine bestmögliche Wirkung eine durchgehende Einnahme für mindestens vier, besser zwölf Wochen. Wenn Sie Kijimea Reizdarm jedoch an einem Tag vergessen haben, müssen Sie die Einnahme nicht nachholen.
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    • Kijimea Reizdarm sollte immer zusammen mit einer Mahlzeit eingenommen werden. An eine bestimmte Tageszeit ist die Einnahme jedoch nicht gebunden.
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    • Kijimea Reizdarm enthält keine Lactose und ist somit für Patienten mit Lactoseintoleranz gut verträglich.
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    • Nein, Kijimea Reizdarm enthält keine Gelatine und kann somit auch von Vegetariern und Veganern bedenkenlos eingenommen werden.
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    • Kijimea Reizdarm wird unter der Einhaltung höchster Qualitätsstandards in Deutschland und Österreich hergestellt.
  • Was heißt Kijimea?

    • Kijimea ist Swahili und bedeutet übersetzt das Bakterium.

Quellen
Guglielmetti S. et al. Randomized clinical trial: Bifidobacterium bifidum MIMBb75 significantly alleviates irritable bowel syndrome and improves quality of life: a double-blind, placebocontrolled study; Alimentary Pharmacology & Therapeutic, 2011.

Autor: reizdarm.net-Redaktion
Letzte Aktualisierung: 14.08.2017

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Die häufigsten Auslöser von Lebensmittelallergien

Allergien sind auf dem Vormarsch − immer mehr Menschen reagieren auf einen oder mehrere Stoffe überempfindlich. Von einer Allergie spricht man, wenn das körpereigene Abwehrsystem (Immunsystem) eigentlich harmlose Verbindungen (Eiweiße, Kohlenhydrate oder daraus zusammengesetzte Moleküle) bekämpft. Als eine Art der Allergien stehen auch Lebensmittelallergien zunehmend im Fokus der Aufmerksamkeit.

Häufig werden Lebensmittelallergien jedoch mit Unverträglichkeiten bzw. Lebensmittelintoleranzen verwechselt. An einer Lebensmittelunverträglichkeit, zum Beispiel einer Laktoseintoleranz oder Fructoseintoleranz, ist jedoch das Immunsystem nicht beteiligt. Stattdessen sind Mechanismen im Stoffwechsel bei einer Intoleranz bzw. Unverträglichkeit gestört. Bei einer Laktoseintoleranz ist zum Beispiel das Enzym Laktase, das den Milchzucker im Dünndarm aufspaltet, nicht oder nicht ausreichend vorhanden.

Die 14 häufigsten Auslöser von Lebensmittelallergien und Unverträglichkeiten müssen im Zutatenverzeichnis von Lebensmitteln angegeben werden. Welche das genau sind, regelt die Lebensmittel-Informationsverordnung (LMIV), die auf einer EU-Verordnung basiert.

Das sind die 14 häufigsten Auslöser von Lebensmittelallergien und Lebensmittelunverträglichkeiten, die laut LMIV gekennzeichnet werden müssen:

  • glutenhaltiges Getreide, namentlich zu nennen: Weizen, Roggen, Gerste, Hafer
  • Krebstiere
  • Eier
  • Fisch
  • Erdnüsse
  • Sojabohnen
  • Milch (einschließlich Laktose)
  • Schalenfrüchte, namentlich zu nennen: Mandeln, Haselnüsse, Walnüsse, Cashewnüsse, Pekannüsse, Paranüsse, Pistazien, Macadamianüsse (Queenslandnüsse)
  • Sellerie
  • Senf
  • Sesamsamen
  • Schwefeldioxid und Sulfite (ab 10 mg pro g oder l)
  • Lupinen
  • Weichtiere

Welche Allergene am häufigsten Lebensmittelallergien hervorrufen, ändert sich mit dem Alter. Säuglingen und Kindern reagieren besonders häufig auf diese Lebensmittel allergisch:

  • Kuhmilch
  • Soja
  • Hühnerei
  • Weizen
  • Erdnüsse
  • Haselnüsse

Die bei Kindern verbreiteten Kuhmilch- und Hühnereiallergien wachsen sich mit zunehmendem Alter oftmals aus. Im Vergleich dazu spielen bei Jugendlichen und Erwachsenen diese Nahrungsmittelallergien die Hauptrolle:

  • (rohes) Gemüse und Obst, z.B. Pfirsich, Sellerie, Apfel − häufig in Kombination mit einer Pollenallergie („Kreuzallergie“)
  • Nüsse
  • Fisch
  • Krebs- und Weichtiere

Wie äußern sich Lebensmittelallergien?

Frau mit Lebensmittelallergien und Juckreiz
Juckreiz ist eines der vielfältigen Symptome, die Lebensmittelallergien hervorrufen können

Lebensmittelallergien können sich nach Verzehr des problematischen

Nahrungsmittels durch viele verschiedene Symptome bemerkbar machen. Dazu gehören:

Die schwerste Form der allergischen Reaktion ist die Anaphylaxie (anaphylaktischer Schock, allergischer Schock), ein lebensbedrohlicher Kreislaufzusammenbruch.

Lebensmittelallergien − und jetzt?

Wurden Lebensmittelallergien von einem Allergologen festgestellt, hilft nur eines: konsequentes Weglassen! Die meisten Lebensmittel verursachen erst ab einer gewissen Menge Symptome. Besonders vorsichtig müssen jedoch Erdnuss-Allergiker sein. Bei einer Erdnuss-Allergie reichen mitunter bereits Mengen im Mikrogramm-Bereich aus, um eine lebensbedrohliche allergische Reaktion auszulösen. Wichtig ist, trotz Lebensmittelallergien auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung zu achten, um Mangelzuständen vorzubeugen. Dies ist vor allem dann wichtig, wenn mehrere Nahrungsmittel und Hauptnahrungsmittel wie Milch oder Getreide gemieden werden müssen.

Einige allgemeine Tipps bei Lebensmittelallergien können den Alltag erleichtern:

  • Eine fachkundige Ernährungsberatung kann helfen, sich trotz Lebensmittelallergien gesund zu ernähren.
  • Ein Ernährungstagebuch ist sinnvoll, um weiteren Allergieauslösern auf die Spur zu kommen.
  • Manche Allergene können Sie durch die Verarbeitung „entschärfen“. Dies gilt vor allem für Nahrungsmittelallergien auf Obst. Erhitzen, Zerkleinern oder Säuern setzt den Allergenen zu und macht z.B. Äpfel für Allergiker verträglicher.
  • Bei tierischen Nahrungsmittelallergenen wie Fisch, Eiern oder Milch sowie bei Nüssen, Sellerie oder Erdnüssen hilft das Erhitzen dagegen nicht − hier ist konsequentes Meiden notwendig.

Quellen
Allergene. Online-Informationen der Deutschen Haut- und Allergiehilfe (Abruf: 10/2016)
Allergenkennzeichnung ist Pflicht. Online-Information des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (Stand: 12.12.2014)
Erdnuss-Allergie. Online-Informationen des Deutschen Allergie- und Asthmabundes (Abruf: 10/2016)
Lebensmittelallergie. Online-Informationen des Deutschen Allergie- und Asthmabundes (Abruf: 10/2016)

Autor: reizdarm.net-Redaktion
Letzte Aktualisierung: 28.10.2016

Reizdarm-Ernährung: So wird Brot verträglicher

Wenn es um die richtige Reizdarm-Ernährung geht, kommt man momentan kaum um den Begriff FODMAP herum. FODMAP steht für fermentierbare Oligo-, Di- und Monosaccharide und (engl.: and) Polyole. Hinter diesen komplizierten Namen verstecken sich verschiedene Kohlenhydrate und Zuckeralkohole, die sich vergären lassen. Dazu gehören zum Beispiel Milchzucker (Laktose) und Fruchtzucker (Fructose). FODMAPs führen bei Menschen mit einem Reizdarm oftmals zu Darmproblemen. Wer den FODMAP-Gehalt seiner Ernährung bei Reizdarm reduziert, wird in vielen Fällen mit einer Besserung der Beschwerden belohnt.

Viele Reizdarm-Geplagte verzichten deshalb auf Brot und andere Getreideprodukte – vor allem aus Weizenmehl. Diese verursachen bei Betroffenen oftmals Beschwerden wie Blähungen. Neben den enthaltenen FODMAPs wird auch immer wieder das Klebereiweiß Gluten aus Weizen und einigen anderen Getreidesorten mit den Reizdarm-Symptomen in Verbindung gebracht. Gluten ist für Menschen, die unter einer Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) leiden, nicht geeignet. Einen Effekt auf den Reizdarm scheint es jedoch nicht unbedingt zu haben. Studien, die eine FODMAP-arme und glutenfreie Kost mit einer FODMAP-armen, glutenhaltigen Reizdarm-Ernährung verglichen, deuten darauf hin, dass der Glutenverzicht keinen zusätzlichen Nutzen bringt.

Reizthema in der Reizdarm-Ernährung

Dennoch bleibt Brot ein Reizthema für Reizdarm-Betroffene. Viele haben die Erfahrung gemacht, dass sie Brot aus sogenannten Urgetreiden wie Dinkel, Emmer oder Einkorn besser vertragen als Weizenprodukte. Wissenschaftler der Universität Hohenheim stellten nun fest: Die bessere Verträglichkeit liegt nicht an der Getreidesorte. Entscheidend ist die Gehzeit des Teigs. Je länger der Teig vor dem Backen ruht, desto weniger FODMAPs enthält er – und desto besser bekommt er dem Reizdarm. Urgetreide werden vorwiegend im traditionellen Bäckerhandwerk verwendet, wo dem Brotbacken deutlich mehr Zeit eingeräumt wird als in Großbäckereien. Letztere haben meistens vor allem Weizen- und Roggengebäck im Angebot. Der Teig geht bei Industriebäckern oftmals nur etwa eine Stunde. Nach dieser Zeit fanden die Hohenheimer Forscher die höchsten FODMAP-Gehalte im Brot. Nach viereinhalb Stunden Gehzeit enthält dagegen selbst ein Weizenbrot nur noch rund ein Zehntel der ursprünglichen FODMAP-Menge und ist damit auch für die Reizdarm-Ernährung geeignet. Solch lange Gehzeiten finden sich in der Regel nur bei traditionellen Bäckereibetrieben. Die Wissenschaftler schließen aus ihren Ergebnissen: Die Brotzubereitung hat in der Reizdarm-Ernährung einen größeren Einfluss auf die Verträglichkeit als die Getreidesorte.

Fazit

So gilt auch für das Brot: Gut Ding braucht Weile. Reizdarm-Betroffene sollten deshalb gezielt Bäckereien auswählen, die dem Teig die Zeit lassen, die er benötigt. Wer bei der Teiggehzeit ganz sicher gehen möchte, kann sein Brot natürlich auch selbst backen.

Quellen
Ziegler JU et al. Wheat and the irritable bowel syndrome – FODMAP levels of modern and ancient species and their retention during bread making. Journal of Functional Foods 2016; 25:257-266

Autor: reizdarm.net-Redaktion
Letzte Aktualisierung: 31.08.2016

Magenspiegelung (Gastroskopie)

Eine Magenspiegelung – medizinischer Fachbegriff: Gastroskopie – ist eine bildgebende Untersuchung, die das Innere des oberen Verdauungstrakts sichtbar macht. Treffender ist jedoch die Bezeichnung Magen-Darm-Spiegelung, denn die Spiegelung (Endoskopie) umfasst den Rachen, die Speiseröhre, den Magen und den ersten Abschnitt des Dünndarms (Zwölffingerdarm, Duodenum). Ärzte sprechen deshalb auch von einer Ösophago-Gastro-Duodenoskopie – kurz: ÖGD.

Bei welchen Symptomen ist eine Magenspiegelung sinnvoll

Eine Magenspiegelung ist empfehlenswert, wenn anhaltende Beschwerden im Oberbauch auftreten, zum Beispiel:

Auch bei Blut im Stuhl kann eine Gastroskopie sinnvoll sein: Ist das Blut rötlich bzw. in hellroten Schlieren erkennbar, spricht dies für eine Blutung im Darm. Ist der Stuhl jedoch pechschwarz verfärbt (sog. Teerstuhl), ist dies ein Hinweis darauf, dass er Blut aus dem Magen enthält.

Welche Probleme können mit einer Magenspiegelung festgestellt werden?

Mithilfe einer Gastroskopie lassen sich viele verschiedene Probleme des Magens und des übrigen oberen Verdauungstrakts erkennen, zum Beispiel:

  • Entzündungen der Speiseröhre, z.B. durch anhaltendes Sodbrennen oder Pilzinfektionen
  • entzündlich bedingte Veränderungen der Speiseröhre – sog. Barrett-Ösophagus (Barrett-Speiseröhre)
  • Ausstülpungen der Speiseröhre (Ösophagus-Divertikel)
  • Verengungen der Speiseröhre (Ösophagus-Stenose)
  • Speiseröhrenkrebs
  • Magenschleimhautentzündung (Gastritis)
  • Magengeschwür (Ulcus ventriculi)
  • Magenpolypen
  • Magenkrebs
  • Geschwür des Zwölffingerdarms (Duodenalgeschwür)
  • Blutungen in Speiseröhre, Magen oder Zwölffingerdarm
  • Zöliakie (Glutenunverträglichkeit)

Besteht der Verdacht auf einen Reizmagen, hilft die Magenspiegelung, organische Erkrankungen auszuschließen. Bei einem Reizmagen liefert die Gastroskopie keinen auffälligen Befund.

Einige Magenprobleme lassen sich im Rahmen der Untersuchung direkt beheben, etwa:

  • Entfernung verschluckter Fremdkörper
  • Stillen von Blutungen
  • Weiten von Verengungen der Speiseröhre
  • Entfernung von Polypen

Können andere bildgebende Untersuchungen eine Magenspiegelung ersetzen?

Gegenüber anderen bildgebenden Untersuchungen hat die Magenspiegelung den Vorteil, dass sie Bilder aus dem Inneren des Körpers liefert. Sie ist einfach durchzuführen und im Gegensatz zu anderen Verfahren (z.B. Computertomographie, Röntgen) mit keiner Strahlenbelastung verbunden. Ein weiterer Vorteil der Gastroskopie ist, dass einige Magenprobleme direkt behandelt werden können.

Wie sieht bei einer Magenspiegelung die Vorbereitung aus?

Im Gegensatz zu einer Darmspiegelung, ist bei einer Magenspiegelung keine aufwendige Vorbereitung oder die Einnahme von Abführmitteln notwendig. Für die Untersuchung muss der Magen leer sein. Er entleert sich jedoch deutlich schneller als der Darm. Deshalb reicht es bei einer Magenspiegelung zur Vorbereitung aus, etwa sechs bis acht Stunden vor der Untersuchung nichts mehr zu essen und zu trinken. Am Tag der Gastroskopie dürfen Patienten vorher außerdem nicht rauchen. Wer morgens Medikamente einnimmt, sollte mit dem Arzt vorab besprechen, ob dies auch am Tag der Untersuchung möglich ist.

Wie ist bei einer Magenspiegelung der Ablauf?

Eine Magenspiegelung führt in der Regel ein spezialisierter niedergelassener Arzt in seiner Praxis durch – in den meisten Fällen ein Gastroenterologe. Seltener findet die Gastroskopie ambulant im Krankenhaus statt.

Personen mit einem herausnehmbaren Zahnersatz (z.B. eine Zahnprothese) müssen diesen vor der Untersuchung entfernen. Für die Gastroskopie legt man sich seitlich auf eine Untersuchungsliege. Dann führt der Arzt das Endoskop – einen biegsamen, dünnen Kunststoffschlauch mit Kamera am vorderen Ende – über den Mund in den Rachen ein und schiebt es über die Speiseröhre in den Magen und den Zwölffingerdarm vor. Ein Beißring schützt das Endoskop vor den Zähnen.

Im Verlauf der Magenspiegelung richtet sich der Ablauf danach, was der Arzt sieht: Kann er keine Auffälligkeiten entdecken, zieht er das Endoskop langsam wieder zurück. Bei Bedarf kann er jedoch über das Endoskop weitere Instrumente einführen – zum Beispiel eine Zange, um Fremdkörper zu entfernen oder Gewebeproben zu entnehmen.

Ist bei einer Magenspiegelung eine Narkose notwendig?

In den meisten Fällen findet eine Magenspiegelung ohne Narkose statt. Die Untersuchung ist normalerweise nicht schmerzhaft. Allerdings kann das Endoskop den Rachen reizen oder das Vorschieben des Schlauchs kann einen Würgereiz hervorrufen. Vor der Gastroskopie sprüht der Arzt deshalb meistens ein örtlich wirkendes Betäubungsspray in den Rachen. Dadurch entsteht ein leichtes Taubheitsgefühl. Patienten, die trotzdem sehr nervös sind oder unter einem sehr starken Würgereiz leiden, können sich zusätzlich eine Beruhigungsspritze geben lassen, die schläfrig macht. Wer sich jedoch bei der Magenspiegelung für diese leichte Narkose entscheidet, sollte bedenken, dass er danach nicht selbst Auto fahren darf.

Magenspiegelung – mit welcher Dauer muss man rechnen?

Eine Magenspiegelung ist von überschaubarer Dauer: Nach etwa 10 bis 15 Minuten ist die Gastroskopie normalerweise vorbei. Nach der Untersuchung bleibt der Patient noch eine Weile unter Beobachtung – wie lange, richtet sich unter anderem danach, ob er vor der Spiegelung eine Beruhigungsspritze bekommen hat.

Autor: reizdarm.net-Redaktion
Letzte Aktualisierung: 14.06.2016

Darmspiegelung (Koloskopie) – Antworten auf häufige Fragen

Die Darmspiegelung – Fachbegriff: Koloskopie – ist eine Form der Endoskopie, bei welcher der Dickdarm (Colon bzw. Kolon) und das Ende des Dünndarms (terminales Ileum) untersucht werden können. Eine Sonderform ist die Rektoskopie (Mastdarmspiegelung). Das Rektum (Mastdarm) ist der letzte Abschnitt des Dickdarms, der vor dem Analkanal liegt. Für die Rektoskopie gibt es ein eigenes Instrument – das Rektoskop.

Bei welchen Symptomen sollte eine Darmspiegelung durchgeführt werden?

Eine Reihe von Symptomen kann darauf hindeuten, dass etwas im Darm nicht stimmt und eine Darmspiegelung sinnvoll ist, zum Beispiel:

  • sichtbares oder verstecktes (okkultes) Blut im Stuhl
  • anhaltende Bauchschmerzen
  • Veränderungen der Stuhlgewohnheiten, z.B. chronischer Durchfall, Verstopfung oder beides im Wechsel

Darüber hinaus ist eine Darmspiegelung sinnvoll zur Darmkrebsvorsorge und -nachsorge und wenn Darmpolypen entfernt wurden.

Welche Rolle spielt die Darmspiegelung im Rahmen der Darmkrebsvorsorge?

Die Darmspiegelung ist die wichtigste Untersuchung zur Darmkrebsvorsorge. Menschen über 55 Jahre oder Personen, bei denen enge Verwandte Darmkrebs haben oder hatten, sollten deshalb regelmäßig eine Koloskopie in Anspruch nehmen. Die Kosten dafür übernehmen die Krankenkassen: Gesetzlich Versicherte ohne ein erhöhtes Risiko für eine Darmkrebserkrankung haben ab einem Alter von 55 Jahren Anspruch auf zwei Koloskopien im Abstand von zehn Jahren. Bei auffälligen Befunden kann die Darmspiegelung selbstverständlich auf Kosten der Krankenkasse wiederholt werden.

Welche Darmprobleme können mit einer Darmspiegelung festgestellt werden?

Mithilfe einer Koloskopie kann der Arzt erkennen, ob die Darmschleimhaut verändert ist – zum Beispiel durch Entzündungen sowie gut- oder bösartige Neubildungen (Tumore). Falls nötig, kann er im Rahmen der Koloskopie über den flexiblen Schlauch Gewebeproben entnehmen, die anschließend unter dem Mikroskop feingeweblich (histologisch) untersucht werden. Kleinere Neubildungen entfernt der Arzt direkt mit einer Drahtschlinge.

Zu den Darmproblemen, die der Arzt durch eine Darmspiegelung feststellen kann, gehören unter anderem:

Besteht der Verdacht auf einen Reizdarm, hilft eine Darmspiegelung, andere Erkrankungen auszuschließen. Einen auffälligen Befund ergibt die Koloskopie bei einem Reizdarm nicht. Da es keine Untersuchungsmethode gibt, die das Reizdarmsyndrom nachweist – Reizdarm ist eine sogenannte Ausschlussdiagnose – ist eine Darmspiegelung hier trotzdem häufig sinnvoll.

Können andere bildgebende Untersuchungen eine Darmspiegelung ersetzen?

Einige Betroffene möchten keine Darmspiegelung, weil sie unsicher sind, wie diese abläuft, weil sie vor der Vorbereitung zurückschrecken oder sogar Angst vor der Untersuchung haben. Dann stellt sich die Frage, ob andere bildgebende Untersuchungen die Darmspiegelung ersetzen können, zum Beispiel:

  • Magnetresonanztomographie (MRT-Untersuchung)
  • Computertomographie (CT-Untersuchung)
  • Röntgen
  • Ultraschall

Diese Verfahren haben jedoch den Nachteil, dass sie nur Bilder „von außen“ liefern. Das Darminnere lässt sich am besten mit der Darmspiegelung erkennen – bereits kleinste Veränderungen, die auf einer Röntgen- oder MRT-Aufnahme noch gar nicht sichtbar wären, kann der Arzt dabei entdecken. Weitere Vorteile der Koloskopie:

  • keine Strahlenbelastung wie bei einer Röntgen- oder CT-Untersuchung
  • Entnahme von Gewebeproben und ggf. Entfernung von Veränderungen im Rahmen einer einzigen Untersuchung möglich
  • Senkung des Darmkrebsrisikos durch die Entfernung von Krebsvorstufen (Darmpolypen)

Ist bei einer Darmspiegelung eine besondere Vorbereitung notwendig?

Bei einer Darmspiegelung besteht die Vorbereitung darin, den Darm möglichst gut zu entleeren. Nur wenn der Darm frei von Speiseresten ist, liefert die Koloskopie zuverlässige Untersuchungsergebnisse.

Bereits etwa drei Tage vor dem Termin sollten Sie auf sehr ballaststoffreiche oder kernhaltige Lebensmittel verzichten, wenn eine Darmspiegelung geplant ist. Zur Vorbereitung sind in den Tagen vor der Untersuchung deshalb Müsli, Vollkornprodukte und kernhaltiges Obst und Gemüse tabu  – denn selbst mit Abführmitteln benötigen zum Beispiel Leinsamen und die Kerne von Tomaten, Kiwis oder Weintrauben oft einige Tage, bis sie den Darm wieder verlassen.

Einen Tag vor der Darmspiegelung beginnt die eigentliche Vorbereitung: Nach einem leichten, ballaststoffarmen Frühstück sollte man nichts mehr essen. Auf Vollkornbrot und Müsli sollten Sie (wie in den Tagen zuvor) morgens verzichten, wenn eine Koloskopie ansteht – besser geeignet ist Weißbrot. Je nachdem, wann die Untersuchung am nächsten Tag stattfindet, ist manchmal auch ein ballaststoffarmes Mittagessen möglich. Bei der Terminvereinbarung wird Ihnen genau gesagt, ab wann sie vor der geplanten Koloskopie mit der Vorbereitung beginnen und nichts mehr essen sollen. Klare Brühe ist in jedem Fall gut geeignet und lindert auch den Hunger. Das Wichtigste bei der Vorbereitung vor einer Darmspiegelung ist jedoch, möglichst viel zu trinken, um den Darm auszuspülen. Gut geeignet sind zum Beispiel Wasser, Tee und Fruchtsäfte (ohne Fruchtfleisch). Erlaubt sind auch Limonade und Kaffee (in Maßen).

Wenn Sie einen Termin für eine Koloskopie vereinbaren, erhalten Sie ein Abführmittel. Dieses nehmen Sie am Tag vor der Untersuchung ein. Es gibt verschiedene geeignete Mittel – manchmal ist das Abführmittel bereits in Flaschen vorbereitet, bei anderen handelt es sich um ein Pulver, dass Sie selbst mit Flüssigkeit anrühren. Wichtig ist, dass Sie zur Vorbereitung der Darmspiegelung die gesamte Menge Abführmittel verbrauchen und zusätzlich viel trinken.

Wie sieht bei einer Darmspiegelung der Ablauf aus?

Eine Darmspiegelung kann entweder in der Praxis eines spezialisierten niedergelassenen Arztes (meist ein Gastroenterologe) oder ambulant im Krankenhaus stattfinden. Für die Untersuchung legt man sich seitlich auf eine Liege. Der Arzt schiebt dann ein Endoskop (Koloskop) über den After in den Dickdarm und anschließend in den Endbereich des Dünndarms vor. Dort angelangt, zieht er das Endoskop langsam wieder zurück und betrachtet dabei die Darmwand.

Das Endoskop ist ein biegsamer Schlauch, der etwa so dick ist wie ein Finger. Am vorderen Ende des Endoskops befindet sich eine Mini-Kamera. Der Schlauch hat außerdem mindestens zwei Kanäle, über die der Arzt bei Bedarf weitere Instrumente einführen kann – zum Beispiel eine kleine Zange, um Gewebeproben zu entnehmen oder eine Drahtschlinge, um Darmpolypen abzutragen. Damit er die Darmwand besser beurteilen kann, leitet der Arzt über das Endoskop Luft in den Darm, damit sich dieser leicht weitet. Diese Luft entweicht nach der Untersuchung wieder – deshalb kann nach der Koloskopie noch ein Blähbauch vorhanden sein und mitunter treten Blähungen auf.

Sind Speisereste im Darm, spült der Arzt diese mit Wasser weg. Durch eine gute Vorbereitung kann dies jedoch vermieden werden – dadurch wird die Untersuchung schonender, zuverlässiger und es besteht nicht das Risiko, dass zum Beispiel Kerne das Endoskop verstopfen.

Bekommt man bei einer Darmspiegelung eine Narkose?

Für die Durchführung einer Darmspiegelung ist normalerweise keine Narkose notwendig. Viele Patienten wünschen sich jedoch eine Betäubung, da sie Angst vor Schmerzen haben. Diese Furcht ist jedoch meist unbegründet – eine Koloskopie verläuft in der Regel weitgehend schmerzfrei. Manche Menschen empfinden es jedoch als unangenehm, wenn der Arzt das Endoskop vorschiebt oder Luft einleitet. Wenn der Patient es möchte, spritzt der Arzt deshalb ein Medikament, das beruhigt und etwas schläfrig macht – viele Patienten verschlafen die Darmspiegelung dann auch ohne Narkose.

Wer sich für eine „Schlummerspritze“ entscheidet, darf nach der Darmspiegelung nicht selbst Auto fahren.

Wie lange dauert eine Darmspiegelung?

Eine Koloskopie dauert in der Regel etwa 20 bis 30 Minuten – die genaue Dauer ist unter anderem abhängig davon…

  • …wie sauber der Darm ist.
  • …ob der Arzt Gewebeproben entnimmt und ggf. wie viele.
  • …ob Veränderungen wie Darmpolypen entfernt werden.

Wird die Darmspiegelung in einer Arztpraxis durchgeführt, dauert der gesamte Aufenthalt etwa zwei Stunden. In einer Klinik kann es durch Wartezeiten etwas länger dauern.

Quellen:
Deutsches Krebsforschungszentrum, Krebsinformationsdienst. Darmspiegelung: Bilder aus dem Darm. Online-Informationen (Abruf: 02/2016)
Felix Burda Stiftung. Untersuchungsmethoden: Darmspiegelung (Koloskopie). Online-Informationen (Abruf: 02/2016)

Autor: reizdarm.net-Redaktion
Letzte Aktualisierung: 27.03.2016

Superfood Chia-Samen – was kann die „Wundersaat“?

Chia-Samen gelten als gesund – ihnen werden zahlreiche positive Wirkungen zugeschrieben. Häufig ist sogar von einer „Wundersaat“ die Rede. Angeblich wurden Chia-Samen bereits von den Maya als Heilsamen verwendet. Tatsächlich stammt Chia ursprünglich aus Mexiko und Guatemala und gehörte früher zu den Hauptnahrungspflanzen der dortigen Bevölkerung. Inzwischen kann man Chia-Samen auch hierzulande kaufen. In der Europäischen Union (EU) zählen sie allerdings zu den neuartigen Lebensmitteln (Novel Food), deren Verbreitung reglementiert ist. In der EU dürfen Backwacken und andere Produkte maximal zehn Prozent Chia-Samen enthalten. Bei vorverpackten Chia-Samen muss die Verpackung einen Hinweis enthalten, dass nicht mehr als 15 Gramm pro Tag verzehrt werden sollen – für Mengen darüber ist die gesundheitliche Unbedenklichkeit nicht wissenschaftlich nachgewiesen.

Geschmacklich sind Chia-Samen kein besonderes Highlight – sie schmecken relativ neutral, knusprig und ein wenig nussig, ähnlich wie Leinsamen. Botanisch gesehen, zählen sie zu den Ölsaaten (wie z.B. auch Leinsamen) und den sogenannten Pseudogetreiden, zu denen auch Buchweizen gehört. Was ist also so besonders an Chia-Samen und sind sie wirklich ein Superfood? Eines steht in jedem Fall fest: Chia-Samen enthalten viele wertvolle Inhaltsstoffe. Sie gehören zum Beispiel zu den besten pflanzlichen Quellen für mehrfach ungesättigte Fettsäuren, vor allem Omega-3-Fettsäuren. Sie enthalten etwa 25 bis 40 Prozent Fett – die wertvollen mehrfach ungesättigten Fettsäuren machen mehr als 80 Prozent davon aus.

Weitere wichtige Inhaltsstoffe der Chia-Samen sind:

  • viele Ballaststoffe – 15 g Chia-Samen enthalten rund 5 g Ballaststoffe und damit bereits ein Sechstel der von Ernährungswissenschaftlern empfohlenen täglichen Zufuhrmenge von 30 g
  • hoher Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen, z.B. Calcium, Eisen, Magnesium
  • sekundäre Pflanzenstoffe, die als Antioxidantien wirken

Darüber hinaus sind Chia-Samen sehr eiweißreich: Sie enthalten mit rund 20 Prozent Protein mehr als andere Getreidearten wie Reis oder Weizen. Chia-Samen liefern alle essentiellen Aminosäuren – das sind Eiweißbausteine, die der menschliche Körper benötigt, aber nicht selbst herstellen kann.

Aufgrund ihres neutralen Geschmacks sind Chia-Samen vielfältig einsetzbar. Sie können zum Beispiel ins Müsli, auf Joghurt, in Suppen, Reisgerichte oder über Gemüse und Salate gegeben werden. Da Chia-Samen kein Gluten enthalten, eignen sie sich auch für die glutenfreie Ernährung bei Zöliakie. Veganer schätzen an Chia-Samen, dass sie anstelle von Eiern eingesetzt werden können: Chia-Pudding, ein Gel aus Chia-Samen und Wasser, kann zum Beispiel etwa ein Viertel der Ei- oder Ölmenge in Backwaren ersetzen.

Es gibt ein paar kleinere Studien mit Chia-Samen, die deren Wirkung auf die Gesundheit des Menschen untersucht haben. Aussagen zu langfristigen Gesundheitseffekten sind bislang nicht möglich. Die Studien liefern jedoch Hinweise darauf, dass Chia-Samen eine positive Wirkung haben können, zum Beispiel:

  • Senkung des Blutdrucks bei Bluthochdruck (Hypertonie)
  • Verlängerung des Sättigungsgefühls
  • Verlangsamung des Blutzuckeranstiegs nach dem Essen

Viele Menschen haben die Hoffnung, mit Chia-Samen besser abnehmen zu können. Chia-Pudding sättigt gut und die enthaltenen Ballaststoffe sorgen für eine geregelte Verdauung. Ob Chia-Samen jedoch wirklich beim Abnehmen helfen, ist bislang nicht klar – Studien liefern dazu widersprüchliche Ergebnisse. Sicher ist jedoch, dass Chia-Pudding allein nicht zum gewünschten Erfolg führt. Entscheidend ist, was und wie viel man sonst noch isst.

Der positive Einfluss auf die Verdauung kann auch bei Darmproblemen helfen. Vorsichtig sollten jedoch Betroffene mit einem Reizdarm sein, die zu Durchfall neigen – der hohe Ballaststoffgehalt kann hier zu Beschwerden führen. Außerdem empfinden manche Reizdarm-Patienten das erhöhte Stuhlvolumen als unangenehm.

Chia-Samen werden ihrem Ruf als Superfood durchaus gerecht. Von einer „Wundersaat“ kann aber keine Rede sein. Wer auf seine schlanke Linie achtet, sollte an den hohen Fettgehalt denken – zwar handelt es sich um gesundes Fett, aber auch dieses schlägt kalorientechnisch zu Buche: Ein Esslöffel Chia-Samen (ca. 15 g) enthält rund 73 Kilokalorien und damit fast so viel, wie ein ganzer Apfel (ca. 150 g). Da Chia-Samen stark aufquellen, ist es außerdem wichtig, immer ausreichend zu trinken, damit keine Darmprobleme wie Verstopfung auftreten. Ob man sich das Superfood wirklich leisten möchte, ist auch eine Frage des Geldes – Chia-Samen sind deutlich teurer als heimische Lebensmittel. Eine ähnliche Fettzusammensetzung findet sich zum Beispiel in Leinsamen, Rapsöl oder Nüssen.

Sie möchten Chia-Samen ausprobieren? Lassen Sie sich von unseren Rezepten insprieren!

Quellen
Bechthold A. Chiasamen: Präkolumbisches Grundlebensmittel und modernes Novel Food. Ernährungs Umschau 2015; 62(3):S9-S12
Durchführungsbeschluss der Kommission vom 22. Januar 2013 über die Genehmigung einer Erweiterung der Verwendungszwecke von Chiasamen (Salvia hispanica) als neuartige Lebensmittelzutat gemäß der Verordnung (EG) Nr. 258/97 des Europäischen Parlamentes und des Rates (2013/50/EU)
Verbraucherzentrale Bundesverband. Nahrungsergänzungsmittel – eine Übersicht von A-Z: Chia. Online-Informationen (Abruf: 02/2016)

Autor: reizdarm.net-Redaktion
Letzte Aktualisierung: 20.04.2016