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Blähungen - Symptome
Blähungen haben definierte Symptome
Zur einheitlichen Definition von funktionellen Störungen des Verdauungsapparates haben Experten auf dem Gebiet der Gastroenterologie Kriterien festgelegt, die die unterschiedlichen Erkrankungsformen eindeutig bestimmen. Diese Definitionen wurden erstmals 1992 auf einer Konferenz in Rom von einem Expertenrat zusammengefasst und werden daher als Rom-Kriterien bezeichnet. Die Definitionen und Diagnosekriterien für funktionelle Dyspepsie (Reizmagen) und das Reizdarmsyndrom wurden zuletzt 2006 den aktuellen Forschungsergebnissen angepasst und als Rom-III-Kriterien bezeichnet. Zu den ROM-III-Kriterien für funktionelle Blähungen zählen:
- Ein wiederkehrendes Gefühl von Blähungen oder eine sichtbare Aufblähung
- Ein Auftreten der Symptome über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten
- Die Symptome treten an mindestens 3 Tagen pro Monat auf
- Weitere Kriterien, die für eine funktionelle Verdauungsstörung, ein Reizdarmsyndrom oder eine andere funktionelle Magen-Darm-Störung sprechen, sind nur unvollständig erfüllt.
Zu den typischen Beschwerden der funktionellen Blähungen zählen vor allem wiederholte, aber nicht dauerhaft auftretende Symptome wie:
- Völlegefühl
- Blähungen bzw. ein angespanntes Abdomen (Bauchraum)
- Eine verlangsamte Darmpassage
- Luft im Magen
- Vermehrt abgehende Winde (häufiger als 20 Mal pro Tag)
Häufig hängen die Blähungen nicht nur mit einer übermäßigen abdominalen Gasmenge zusammen, sondern auch mit einer intensiveren Wahrnehmung der normalen Luftmenge durch den Betroffenen. Während die betroffenen Patienten selbst oft subjektiv eine gesteigerte Darmaktivität empfinden, ist die Darmpassage in Wirklichkeit sogar verlangsamt.
Die Art und Ausprägung der Beschwerden kann bei jedem Patienten unterschiedlich ausfallen. In manchen Fällen gehen die Symptome mit Durchfällen oder Verstopfung, Appetitlosigkeit, Darmkrämpfen, häufigem Aufstoßen oder auch innerer Unruhe einher.
Symptome effektiv lindern
Häufig sind die Beschwerden rein funktionell – das heißt, sie lassen sich nicht auf eine körperliche Erkrankung zurückführen. Hier spielt meist eine aus der Balance geratene Darmflora eine entscheidende Rolle. So belegen wissenschaftliche Studien, dass bei Patienten mit funktionellen Blähungen im Vergleich zu gesunden Studienteilnehmern eine deutlich geringere Anzahl an Bifidobakterien und Lactobazillen, also an „guten“ Darmbakterien vorliegt. In diesem Fall hat sich die ergänzende Zufuhr von Probiotika, also von sogenannten „protektiven Darmbakterien“ zur Behandlung der Beschwerden bewährt. Insbesondere Bifidobakterien werden von Experten empfohlen, wenn es um die Wiederherstellung des mikrobiellen Gleichgewichts im Dickdarm geht. Jüngste Studienergebnisse bestätigen diese positive Wirkung.
Wann zum Arzt?
Beschwerden, die chronisch werden und von heftigen Bauchkrämpfen und Gewichtsverlust begleitet sind, können möglicherweise eine organische Ursache (z.B. eine Erkrankung des Magen-Darm-Traktes oder eine Nahrungsmittelunverträglichkeit) haben. Suchen Sie daher in diesem Fall einen Arzt auf und lassen sie abklären, ob möglicherweise eine Grunderkrankung Ursache Ihrer Beschwerden ist. Die Erkrankung kann dann gezielt behandelt und die Ursache der Blähungen beseitigt werden.
Erfahren Sie hier mehr über die Diagnose-Möglichkeiten von Blähungen > |
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