Reizdarm.net
Informationen und Hilfe rund um Darm-Probleme und das
Reizdarm-Syndrom (RDS) |
|
|
|
Blähungen - Diagnose
Blähungen lassen sich allgemein zuverlässig diagnostizieren
Der Arzt wird sich die Symptome und den Verlauf der Krankengeschichte (Anamnese) genau schildern lassen. Funktionellen Blähungen lassen sich anhand einheitlich festgelegter Kriterien exakt definieren:
Funktionelle Blähungen sind gekennzeichnet durch ein wiederkehrendes Gefühl von Blähungen oder eine sichtbare Aufblähung sowie ein regelmäßiges Auftreten dieser Symptome an mindestens 3 Tagen pro Monat und über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten. Gleichzeitig dürfen weitere Kriterien für eine funktionelle Verdauungsstörung, ein Reizdarmsyndrom oder eine andere funktionelle Magen-Darm-Störung nur unvollständig erfüllt sein.
Nach der ausführlichen Anamnese und der körperlichen Untersuchung wird der Arzt außerdem sicherstellen, dass keine Erkrankung als Auslöser der Beschwerden vorliegt.
Für diese sogenannte Ausschlussdiagnose stehen unterschiedliche Methoden zur Verfügung:
- Stuhluntersuchung auf krankhafte Keime und Parasiten
- Stuhluntersuchung auf Entzündungsmerkmale
- Labormedizinische Untersuchung der Verdauungsenzyme im Stuhl
- H2-Atemtest (wasserstoffnachweisender Atemtest) bei Verdacht auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten
- Magenspiegelung mit Biopsie (Gewebeentnahme) zum Ausschluss einer Magenschleim-hautentzündung
- Dünndarmbiopsie (bei Verdacht auf eine bakterielle Überwucherung des Dünndarms)
Der untersuchende Arzt wird außerdem nach regelmäßig eingenommen Medikamenten wie Abführmitteln, Antibiotika oder Schmerzmitteln fragen. Sollte eines dieser Medikamente die Beschwerden begünstigen, erfolgt üblicher Weise die Umstellung auf ein alternatives Medikament.
Empfehlung: Führen Sie ein Ernährungsprotokoll
Grundsätzlich hat es sich bewährt, ein Ernährungsprotokoll aufzustellen. Aufgrund der detaillierten Analyse der Ernährung kann herausgefunden werden, ob der Patient möglicherweise Nahrungsmittel bevorzugt, die die Gasentwicklung im Darm begünstigen bzw. ob die Beschwerden nur nach dem Verzehr bestimmter Speisen auftreten. So können zum Beispiel Milchprodukte bei Patienten mit einer Milchzuckerunverträglichkeit (Laktoseintoleranz) zu erheblichen Blähungen führen. Auch eine einseitige Ernährung, die wenige Quell- und Faserstoffe enthält, kann eine verlangsamte Darmpassage zur Folge haben.
Erfahren Sie hier mehr über die Therapie-Möglichkeiten bei Blähungen > |
|
|
|