Das sollten Sie über Reizdarm-Ernährung wissen

Reizdarm Ernährung

Bewusste Ernährung ist für Betroffene des Reizdarmsyndroms (RDS) unverzichtbar. Denn auf diese Weise lassen sich unangenehme Symptome wie Bauchschmerzen, Blähungen, Völlegefühl, Durchfall und Verstopfung durch falsche Ernährung nachhaltig vermeiden.

Reizdarm-Syndrom bestimmt Ernährung

Daher sollte auch jede RDS-Therapie eine Umstellung der Ernährung von Reizdarm-Betroffenen als wesentliches Element beinhalten. Das eigene Essverhalten genau unter die Lupe zu nehmen empfinden manche Betroffene zwar als „notwendiges Übel“ – doch die bewusste Auseinandersetzung mit Lebensmitteln kann eine echte Chance sein. In Kombination mit einer ursächlichen Therapie wie der Einnahme spezieller Bifidobakterien (nur in Kijimea Reizdarm), kann eine Reizdarm-freundliche Ernährung nachhaltig, schnell und ohne Nebenwirkungen zu einer Linderung der RDS-Symptome beitragen.

Was essen bei Reizdarm? Ernährung leicht gemacht!

So vielfältig und unterschiedlich die RDS-Symptome sein können, so individuell ist auch die Verträglichkeit von Lebensmitteln jedes Reizdarm-Patienten. Grundsätzlich gilt: Eine Faustregel zur Reizdarm-Ernährung gibt es nicht.

Allerdings gibt es Tipps, die Reizdarm-Betroffenen im Alltag bei der Ernährung helfen können:

  • Vermeiden Sie zu große Portionen.
  • Essen Sie regelmäßig und halten Sie sich an feste Essenszeiten.
  • Statt drei großer Mahlzeiten am Tag, lieber mehrere kleine Portionen essen.
  • Vor allem am Abend sollten sie auf üppige Mahlzeiten verzichten. Die Verdauungsaktivität schaltet dann einen Gang runter und große Portionen werden schwerer verarbeitet.
  • Verdauung beginnt schon im Mund! Kauen Sie daher gründlich und lassen Sie sich Zeit beim Essen. Mahlzeiten unter Zeitdruck sollten Sie vermeiden.
  • Trinken, Trinken, Trinken! Grundsätzlich gilt: Mindestens 1,5 Liter am Tag. Am besten geeignet sind Wasser oder ungesüßte Tees. Verzichten Sie auf zu viel Kohlensäure!
  • Obst und Gemüse gehören auf jeden Speiseplan und sind für eine ausgewogene Ernährung unverzichtbar. Doch bei rohen Lebensmitteln arbeitet der Darm auf Hochtouren. Und nicht jedes Lebensmittel ist für jeden gleich gut verträglich. Verzichten Sie deshalb am Abend lieber auf große Salate und Rohkost.
  • Blähende Lebensmittel sollten Reizdarm-Patienten grundsätzlich vermeiden.

Ballaststoffe in der Reizdarm-Ernährung abhängig von RDS-Typ

Ballaststoffe gelten als gesund. Und tatsächlich ist eine ballaststoffreiche Ernährung vor allem bei RDS-Patienten mit Verstopfung empfehlenswert. Die Ballaststoffe quellen im Darm auf und helfen dabei, dass der Nahrungsbrei schneller den Verdauungstrakt passiert.

Doch Vorsicht: Bei Patienten mit dem Reizdarm-Symptom Durchfall ist die Darmpassage ohnehin bereits beschleunigt. Hier ist die individuelle Verträglichkeit entscheidend, da Ballaststoffe grundsätzlich auch bei Durchfall stuhlregulierend wirken und somit sinnvoll in der Reizdarm-Ernährung sein können.

Ballaststoffe müssen nicht extra eingenommen werden – sie sind ein natürlicher Bestandteil einiger Lebensmittel. Unter Anderem gehören zu den ballaststoffreichen Lebensmitteln:

  • Gemüse (Möhren, Brokkoli)
  • Obst (Äpfel, Himbeeren) und Trockenobst
  • Getreide (Vollkornbrot, Haferflocken, Müsli, Hafer- oder Weizenkleie)
  • Nüsse (Erdnüsse, Mandeln)
  • Hülsenfrüchte (Bohnen, Linsen)

Wer bei seiner Reizdarm-Ernährung auf Ballaststoffe setzt, sollte gleichzeitig auch auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten. Ansonsten droht der gegenteilige Effekt: Verstopfung.

Beachten Sie: Hülsenfrüchte enthalten zwar Ballaststoffe – Im Rahmen einer Diät bei Reizdarm sollte man sie jedoch nur in Maßen essen, wenn man zu Blähungen neigt.

Finger weg: Worauf Sie in der Reizdarm-Ernährung lieber verzichten sollten

  • Grundsätzlich sollten RDS-Patienten den Genuss von Alkohol meiden.
  • Auch Reizdarm und Kaffee vertragen sich nicht gut.
  • Rauchen ist ungesund – nicht nur für Reizdarm-Patienten.
  • Weißmehlprodukte (Brötchen, Baguette) lieber mit gesünderen Alternativen ersetzen.
  • Stark und scharf gewürzte Gerichte, fettige Lebensmittel (auch versteckt wie in Käse oder Wurst sowie sehr heiße oder sehr kalte Mahlzeiten können bei Betroffenen mit dem Reizdarmsyndrom zu Verdauungsproblemen führen.
  • Zucker begünstigt das Wachstum von schädlichen Keimen im Darm, daher sollten Süßigkeiten nur in Maßen genascht werden.
  • Blähende Lebensmittel können die Reizdarm-Symptome wie Blähungen und Blähbauch verstärken. Daher sind Kohlsorten, Zwiebeln, oder frisches Brot mit Vorsicht zu genießen.
  • Kohlensäurehaltige Getränke und Fertigprodukte bereiten manchen RDS-Betroffenen Probleme.
  • Zuckerersatzstoffe wie Sorbit oder Xylit in zuckerfreien Kaugummis, Bonbons oder Light-Produkten können in größeren Mengen abführend wirken. Wer am Durchfall-Typ des RDS leidet, sollte daher lieber darauf verzichten.

Low-FODMAP-Diät als Reizdarm-Ernährung

FODMAPs sind kurzkettige, fermentierbare Kohlenhydrate, die vor allem in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten sind. Sie stehen unter Verdacht, Magen-Darm-Beschwerden beim Reizdarmsyndrom auszulösen. Bei der Low-FODMAP-Diät werden daher diese bestimmten Kohlenhydrate vom Speiseplan gestrichen.

FODMAPS kommen in vielen als gesund geltenden Lebensmitteln vor:

  • Getreidesorten (Weizen, Gerste, Roggen)
  • Zwiebel- bzw. Lauchgewächse (Speisezwiebeln, Lauch/Porree, weißer Teil der Frühlingszwiebel, Knoblauch, Schalotte)
  • Gemüsesorten (Artischocke, Rote Bete, Fenchel, Erbse, Chicorée)
  • Pistazien, Cashewkerne
  • Hülsenfrüchte, Linsen und Kichererbsen
  • Laktose in Milch oder Joghurt
  • Fruktose in Obst, Gemüse, Honig und Glukose-Fruktose-Sirup
  • Pilze, Blumenkohl
  • zuckerfreier Kaugummi oder Süßigkeiten

Beachten Sie: Neben dem hohen Aufwand, den eine Low-FODMAP-Diät mit sich bringt, bestehen auch gesundheitliche Risiken aufgrund der eingeschränkten und oft einseitigen Ernährung. Wer also auf FODMAPs verzichten will, sollte sich mit seinem Arzt oder einem Ernährungsberater beratschlagen um keinen Mangel wichtiger Nährstoffe zu erleiden.

Bezüglich des Reizdarmsyndroms kann die Low-FODMAP durchaus Erfolge erzielen. Verschiedene Untersuchungen zeigen, dass sich Reizdarm-Symptome wie Blähungen, Blähbauch und laute Darmgeräusche durch eine FODMAP-arme Reizdarm-Ernährung bessern. Auf Durchfall und Verstopfung scheint die Low-FODMAP-Diät dagegen allerdings einen geringeren Einfluss zu haben.

Eine signifikante Verringerung aller Reizdarm-Symptome – neben Blähungen, Bauchschmerzen auch Durchfall und Verstopfung – konnte in einer groß angelegten klinischen Studie an Reizdarm-Patienten durch die Einnahme des einzigartigen Bakterienstamms MIMBb75 (nur in Kijimea Reizdarm ) erzielt werden. Die Symptome wurden signifikant gelindert. Gleichzeitig konnte die Lebensqualität der Reizdarm-Patienten gleichzeitig verbessert werden.

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Individuelle Reizdarm-Ernährung dank Ernährungstagebuch

ernaehrungstagebuchJeder Reizdarm-Patient muss für sich herausfinden, welche Lebensmittel ihm guttun, und in welchen Situationen er mit Verdauungsbeschwerden reagiert. Ernährungstipps können dabei helfen, doch sie ersetzen keine individuelle und professionell angeleitete Ernährungsumstellung. Ein Ernährungstagebuch hilft dabei, mögliche Auslöser der Beschwerden zu entdecken. Auf Basis der Eintragungen kann mit dem behandelnden Arzt oder einem professionellen Ernährungsberater dann eine darmfreundliche und individuelle Reizdarm-Ernährung erarbeitet werden. Eine kostenlose Vorlage für ein Ernährungstagebuch finden Sie hier.

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Autor: reizdarm.net-Redaktion
Letzte Aktualisierung: 03.07.2018

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