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Reizdarm-Syndrom (RDS) |
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Völlegefühl - Überblick
Völlegefühl als natürliches Signal des Körpers
Sich „voll“ fühlen, das haben wir bestimmt alle schon erlebt. Nach dem Weihnachtsbraten ebenso wie nach einem ausgedehnten Brunch. Doch ein derartiges Völlegefühl kann als völlig natürliche Reaktion des Körpers auf sehr reichhaltige und fette Mahlzeiten beschrieben werden. Hier liegt die Ursache darin, dass bestimmte Dehnungsrezeptoren im Magen vermehrt Sättigungssignale ans Gehirn senden. Sie reagieren also nicht nur auf die Menge sondern vor allem auf die Art der Lebensmittel. Während man eine große Menge an Wassermelone beispielsweise leicht ohne Völlegefühl zu sich nehmen kann, macht uns ein Schweinebraten doppelt schwer zu schaffen. Doch setzten die Verdauungsprozesse ein, lässt das Völlegefühl in der Regel rasch nach. Ein Verdauungsspaziergang zum Beispiel sorgt schnell für Erleichterung und schafft wieder Platz im Magen!
Anhaltendes oder wiederholt auftretendes Völlegefühl
Doch wie kann es sein, dass Völlegefühl wiederholt auftritt oder gar über einen längeren Zeitraum anhält? Wie ist es möglich, dass man subjektiv ein Völlegefühl empfindet, ohne direkt vorher besonders fett- oder kalorienreich gegessen zu haben? In diesen Fällen kann häufig keinerlei organische Ursache wie beispielsweise eine Gastritis, eine Bauchspeicheldrüsenentzündung oder eine Laktoseintoleranz nachgewiesen werden. Die Beschwerden werden dann als rein „funktionell“ bezeichnet.
Völlegefühl als typisches Symptom des Reizdarmsyndroms
Ein derartiges, funktionell bedingtes Völlegefühl gilt als typisches Symptom des sogenannten Reizdarmsyndroms. Es geht in der Regel einher mit Blähungen, Bauchkrämpfen, Durchfall und/oder Verstopfung.
Nach Angaben der Literatur hat jeder zweite Bundesbürger mindestens einmal in seinem Leben die Symptome eines sogenannten „Reizdarms“ (siehe auch Reizdarmsyndrom) mit Blähbauch, Darmkrämpfen, Verstopfung und Völlegefühl, durchgemacht. Typisch für das Reizdarmsyndrom aber ist, dass die Symptome über einen längeren Zeitraum anhalten bzw. immer wiederkehren, aber eben keinerlei organische Ursache gefunden werden kann.
Die meisten Patienten mit funktionellen Darm-Beschwerden geben an, dass es ihnen an mindestens ein bis drei Tagen pro Monat einfach nicht gut geht. Es gibt aber auch Fälle, in denen sich die Betroffenen aufgrund der anhaltenden, belastenden Beschwerden komplett aus dem sozialen Leben zurück ziehen. Umso wichtiger zu wissen, dass es heute effektive Möglichkeiten gibt, Völlegefühl und weitere Symptome des Reizdarmsyndroms nicht nur symptomatisch sondern auch ursächlich und damit langfristig in den Griff zu bekommen.
Das Reizdarmsyndrom – Was ist das?
Das Reizdarmsyndrom, das in der Regel mit Verdauungsstörungen und vor allem Völlegefühl einhergeht, gehört in die Kategorie der funktionellen Darmstörungen. Es wird auch als "irritable bowel syndrome“ bezeichnet, die Abkürzung lautet daher auch IBS. Da es bisher nicht möglich war, eine organische Ursache für diese Erkrankung zu finden, sah man irrtümlicherweise die Ursache ausschließlich in einer Erkrankung der Psyche. Heute weiß man allerdings, dass Stress bzw. seelische Konfliktsituationen zwar die Beschwerden in ihrer Intensität verstärken können, aber nicht die eigentliche Ursache sind.
Als tatsächliche Auslöser des Reizdarmsyndroms und des damit verbundenen Völlegefühls werden heute mitunter erbliche Faktoren, vorangegangene Infektionen sowie eine Hypersensibilität des Nervensystems im Darm diskutiert.
Störung des mikrobiellen Darmmilieus: Völlegefühl, Blähungen & Co. sind vorprogrammiert!
Mit Hilfe der heutigen verbesserten Medizindiagnostik konnte jetzt der Nachweis erbracht werden, dass eine funktionelle Darmstörung wie das Reizdarmsyndrom vor allem mit einer veränderten Mikrobiologie unserer Verdauungsorgane (v.a. Dünn- und Dickdarm) in Zusammenhang steht. Das bedeutet: Verschiedene Einflüsse können dazu führen, dass das an sich sehr genau ausbalancierte Darmmilieu aus dem Gleichgewicht gerät. Wer beispielsweise mehr Fast-Food isst als Salat und Gemüse oder in seinem Job jeden Tag unter Druck und Hektik arbeitet, der hat ein erhöhtes Risiko für eine derartige Störung des Darmmilieus. Auch eine Infektion mit Bakterien oder Viren sowie die Einnahme von Antibiotika kann die Darmflora angreifen. Nicht selten ist dann das Reizdarmsyndrom und die begleitenden, unangenehmen Symptome wie Verstopfung, Durchfall und auch Völlegefühl die Folge.
Dieser Ursache wurde lange Zeit kaum eine Bedeutung zugemessen. Heute aber weiß man: Steuert man den nachgewiesen aus dem Gleichgewicht geratenen Werten der Darmbakterien entgegen, kann man funktionell bedingte Darmbeschwerden gut behandeln.
Der Darm – Das größte Immunorgan
Generell wird der Einfluss der Darmflora auf die Gesundheit des Menschen unterschätzt – auch heute noch.
Häufig wird der Darm nur als ein reines Verdauungsorgan angesehen, mit der Aufgabe, den Nahrungsbrei durch Wasserentzug einzudicken und letztendlich auszuscheiden. Doch neben dieser Aufgabe hat der Darm eine große Bedeutung für unser Immunsystem. Gelangen krankmachende Erreger oder Gifte in die Darmschleimhaut, werden diese wirksam eliminiert – wenig überraschend, wenn man bedenkt, dass über 70 Prozent aller Immunzellen im Magen-Darm-Trakt angesiedelt sind!
Unterstützung bei dieser Abwehrleistung bekommt der Darm von den unzähligen Darmbakterien (weit mehr als 150 verschiedene Arten allein im Dickdarm), die sich in der menschlichen Darmschleimhaut befinden. Doch wie können diese Darmbakterien (Bifidobakterien) etwas zu einer gesunden Abwehr beitragen? Tatsächlich kommen ihnen zahlreiche, verschiedene Aufgaben zu. Sie produzieren Enzyme und wirken quasi wie nebenwirkungsfreie Antibiotika von innen, denn sie produzieren antibiotisch wirksame Stoffe. Darüber hinaus bilden Sie Vitamine. Die von Darmbakterien produzierten, kurzkettigen Fettsäuren tragen zu einer besseren Energieversorgung der Darmschleimhaut bei.
Erst die Besiedelung mit diesen Bakterien (ein Prozess, der in der Regel bereits im Säuglingsalter stattfindet) ermöglicht es, sich vor krankmachenden Einflüssen in unserer Umwelt, vor Infektionskrankheiten oder Allergien zu schützen.
Probiotika: Der sanfte Weg bei Völlegefühl
Um die Beschwerden wie beispielsweise Völlegefühl bei funktionellen Darmerkrankungen zu lindern, empfiehlt es sich, an der Hauptursache der Störung anzusetzen und nicht rein symptomatisch zu behandeln. Insbesondere die Darmflora gilt es wieder in das gesunde Gleichgewicht zu bringen. So konnten typischer Weise bei Reizdarm-Patienten besonders niedrige Werte von Bifidobakterien nachgewiesen werden. Führt man also eben dieses Bakterium in Form spezieller Probiotika als ergänzende bilanzierte Diät zu (z.B. Kijimea Reizdarm®, Bifantis®), kann die nötige Balance wieder hergestellt werden.
Tatsächlich belegen bereits jetzt zahlreiche Studien, dass dieser Ansatz der Zufuhr ausgewählter Probiotika einen signifikanten Effekt auf die Reizdarmsymptomatik und hier auch auf das damit verbundene Völlegefühl hat. Denn Probiotika regulieren nicht nur die Darmflora und verhindern eine Überwucherung mit pathogenen Keimen, sondern sorgen darüber hinaus für den Aufbau einer gesunden Darmbarriere. Die Darmbarriere schützt den Menschen vor dem Eindringen von Antigenen bzw. pathogenen, also krankheitserregenden Keimen. Nebenwirkungen der Behandlung mit dem Bifidobakterium bifidum sind nicht bekannt.
Erfahren Sie hier mehr über die Ursachen von Völlegefühl > |
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