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Verstopfung - Therapie
Hausmittel bei leichten, akut auftretenden Beschwerden
Bei leichten Verstopfungserscheinungen können verschiedene Hausmittel kurzfristig Linderung verschaffen. Hier gibt es die unterschiedlichsten Möglichkeiten:
- Ein Glas stilles Wasser vor dem Frühstück
- Sauerkrautsaft
- Bauchmassage im Uhrzeigersinn
- Getrocknete Pflaumen, Feigen oder Rhabarber
- Wärmflasche oder Kirschkernkissen
Doch diese „Mittelchen“ helfen nicht immer und sind in manchen Fällen – insbesondere bei länger anhaltenden Verstopfungsproblemen – wenig effektiv.
Was tun bei anhaltender bzw. wiederkehrender Verstopfung?
Liegt eine Grunderkrankung als Auslöser der Verstopfung vor, gilt es primär, diese Erkrankung gezielt zu behandeln, um die Ursache der Verstopfung in den Griff zu bekommen.
Im Falle einer Beckenbodenschwäche und einer damit verbundenen Störung der Schließmuskelfunktion kann gezieltes Beckenbodentraining gute Erfolge erzielen.
Doch in den häufigsten Fällen der chronischen Verstopfung sind die Beschwerden rein funktionell bedingt – es gibt also gar keine Erkrankung bzw. Funktionsstörung, die man behandeln kann.
Sollte man dann zu Abführmitteln greifen? Hier ist in den letzten Jahren zunehmend Kritik laut geworden. Und zwar sowohl im Hinblick auf synthetische als auch auf pflanzliche Abführmittel.
Aktive Abführmittel in der Kritik
Die Auswahl an sogenannten aktiven Abführmitteln (z.B. Dulcolax®, Laxoberal®)auf dem Markt ist groß. Das Wirkprinzip ist immer dasselbe: Die Präparate aktivieren die Darmmuskulatur und sollen so die Transitzeit des Speisebreis im Darm verkürzen. Dies schafft häufig kurzfristig Erleichterung. Doch bei falschem Umgang mit Abführmitteln besteht das Risiko der Abhängigkeit. Immer höher muss die Dosis werden, um den gewünschten abführenden Effekt zu erzielen – ohne Abführmittel geht häufig gar nichts mehr. Der Darm ist nicht selten träger als zuvor! Ein Teufelskreis, der nicht ohne Folgen bleibt. Denn auf Dauer können Abführmittel laut Experten die Nieren schädigen, einen Kaliummangel bewirken oder Herz-Kreislauf-Probleme mit sich bringen. Krämpfe und Sodbrennen zählen zu möglichen Nebenwirkungen.
Insofern sollten Abführmittel nur äußerst kurzfristig und mit großem Bedacht eingesetzt werden. Dies gilt übrigens auch für pflanzliche Präparate z.B. auf Basis von Sennesblättern und Faulbaumrinde. Denn diese wirken wie die synthetischen Mittel auch – sie regen die Muskulatur an und entziehen Flüssigkeit. Also: Auch hier ist nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft Vorsicht geboten!
Da Glauber- und Bittersalz dem Körper wichtige Nähr- und Mineralstoffe rauben können, sollte der Einsatz derartiger Präparate laut Experten ebenfalls nur sehr eingeschränkt erfolgen.
Besser sind beispielsweise Quellmittel wie Leinsamen und Flohsamen, da diese nicht vom Körper aufgenommen werden. Diese wirken allerdings erst in Kombination mit viel Flüssigkeitsaufnahme, weil sie nur so aufquellen können. Ihren abführenden Effekt entfalten sie in der Regel eher langsam.
Mit Probiotika die Ursache bekämpfen – sanft & langfristig
Während die bekannten aktiven Abführmittel also in der Regel nur mit Bedacht und vor allem kurzfristig angewendet werden sollten – sie dementsprechend also auch nur an der Oberfläche wirken können – gibt es eine sanfte Alternative, die ursächlich wirkt und gleichzeitig ohne Bedenken auch über einen längeren Zeitraum eingesetzt werden kann. Die Rede ist von Probiotika, genauer gesagt von bestimmten Bifidobakterien. Die Zufuhr erfolgt idealer Weise über ergänzende, bilanzierte Diäten, deren gesundheitliche Effekte bereits wissenschaftlich untersucht wurden.
Bifidobakterien: Im Einsatz für unsere Gesundheit
Aktuelle Studienergebnisse belegen: Spezifische Bifidobakterien haben einen positiven Einfluss auf die bakterielle Flora und bewirken auf diese Weise, dass….
- …weniger Gas gebildet wird
- …der Abbau der Gallensäure gefördert wird
- …sich Stuhlvolumen und Stuhlkonsistenz maßgeblich verändern
Diese speziellen Bifidobakterien entfalten also genau dort ihre positiven, gesundheitsfördernden Effekte, wo das Problem für funktionelle Verdauungsbeschwerden entsteht: Im Darm! Hier regulieren sie nicht nur die Darmflora, sondern sorgen darüber hinaus über die Verbesserung der Barrierefunktion des Dünndarms dafür, dass dieser seine Schutzfunktion vor krankheitserregenden Keimen wieder aufnehmen kann. Gleichzeitig wirken Bifidobakterien selbst als maßgebliches Gegengewicht gegenüber Erregern, die Krankheiten auslösen können. Sie sind aktiv im Einsatz für unsere Gesundheit.
Zusammengefasst lässt sich sagen: Bestimmte Stämme der Bifidobakterien mildern effektiv die Symptome eines Reizdarms, denn sie bekämpfen die eigentliche Ursache. Auf diese Weise ist ein nachhaltiger Behandlungserfolg zu erwarten. Gleichzeitig belegen die Studien: Nebenwirkungen treten unter der Zufuhr der Bifidobakterien nicht auf.
„Bifidobakterium bifidum“ : Neue Hoffnung für Reizdarm-Patienten
Die Wissenschaft konzentrierte sich lange darauf, die exakten Stämme der Bifidobakterien zu ermitteln, die speziell für das Reizdarmsyndrom positiv eingesetzt werden können. Denn nicht alle Bifidobakterien wirken gleichermaßen. Entsprechend der durchgeführten Studien wurde ermittelt, dass es bislang nur zwei ausgewählte Bifidobakterienstämme sind, die die Symptome des Reizdarmsyndroms signifikant lindern können.
Im Fokus der Wissenschaft ist aktuell der sogenannte Stamm Bifidobakterium bifidum MIMBb75 (Kijimea Reizdarm®). Hier laufen die Studien auf Hochtouren. Doch bereits die Auswertung der ersten Untersuchungen lässt erahnen, dass Bifidobakterium bifidum MIMBb75 (Kijimea Reizdarm®) die Möglichkeiten der Behandlung des Reizdarmsyndroms und damit verbundener Symptome wie der Verstopfung deutlich optimieren kann:
Bei Patienten, die mit Bifidobakterium bifidum MIMBb75 (Kijimea Reizdarm®) behandelt wurden, wurde eine deutliche Verbesserung der Stuhlfrequenz, eine signifikante Verringerung eines Blähbauchs als auch mitunter eine komplette Remission des Reizdarms nachgewiesen. Für die behandelten Patienten bedeutete dies eine deutlich verbesserte Lebensqualität.
Unterstützung der Verdauung durch Ernährung & Lebensweise
Neben einer intakten Darmflora und einer funktionierenden Darmbarriere spielt auch die richtige Ernährung und Lebensweise bei der nachhaltigen Therapie von funktioneller Verstopfung eine wichtige Rolle.
Hier einige hilfreiche Tipps:
- Eine ballaststoffreiche Ernährung ist das A & O bei Verstopfung. Also: Obst, Gemüse und vor allem Vollkornprodukte (Tipp: Haferflocken) sollten regelmäßig auf dem Speiseplan stehen
- Führen Sie dem Körper Flüssigkeit zu. Ideal ist stilles Wasser, weniger empfehlenswert hingegen schwarzer Tee und Rotwein
- Süßigkeiten machen den Darm träge – also lieber ein Stück Apfel als der Schokoladenriegel
- Bewegen Sie sich und bringen Sie so auch Ihren Darm auf Trab
- Regelmäßige Mahlzeiten in Ruhe machen dem Darm das Leben leicht
- Nehmen Sie sich Zeit auf dem „stillen Örtchen“ und fördern Sie so eine gesunde Verdauung
So beugen Sie Verstopfung vor > |
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