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Informationen und Hilfe rund um Darm-Probleme und das
Reizdarm-Syndrom (RDS)




 

Verstopfung - Symptome


Einordnung der Symptome von Verstopfung gemäß der medizinischen Definition


Für eine einheitliche Definition und Einordnung der Symptome wurden im Rahmen einer Fachärzte-Konferenz in Rom erstmals 1999 bestimmte Kriterien festgelegt (Rom-II-Kriterien). Nach einer Überarbeitung im Jahr 2006 sind sie heute unter dem Namen „Rom-III-Kriterien“ der Standard zur Definition einer chronischen Verstopfung. Dies gilt also auch für die funktionell bedingte Verstopfung.  Es geht dabei insbesondere um die Anzahl der Stuhlgänge und die Beschaffenheit des Stuhls.

Die Rom-III-Kriterien für chronische Obstipation lauten:


Während mindestens 12 Wochen der zurückliegenden 6 Monate sind mindestens zwei der folgend aufgeführten Symptome zu beobachten gewesen:
  • Weniger als 3 Stuhlgänge pro Woche
  • Klumpiger oder harter Stuhl
  • Gefühl der unvollständigen Darmentleerung
  • Starkes Pressen bei der Darmentleerung
  • Hilfe des Fingers als einzige Möglichkeit zur Entleerung des Enddarms
  • Gefühl der Blockade im Enddarm

Darüber hinaus können weitere Symptome mit Verstopfung einhergehen – insbesondere, wenn die Verstopfung als Symptom des Reizdarmsyndroms auftritt:

  • Schmerze und Krämpfe
  • Harter Bauch, „Blähbauch“
  • Blähungen
  • Abwechselndes Auftreten der Verstopfung mit Durchfall
  • Völlegefühl
Auch Appetitlosigkeit, Blutungen am After als Folge des starken Pressens und des harten Stuhls, Übelkeit und Erbrechen können hinzu kommen. Welche Symptome tatsächlich auftreten, und wie stark sie ausgeprägt sind, ist natürlich von Patient zu Patient verschieden. Fest steht: Verstopfung kann nicht nur Schmerzen bereiten sondern geht meist mit einem erheblichen Unwohlsein einher. Daher ist es sinnvoll, bei derartigen Beschwerden gezielt zu handeln und die Hilfe eines Experten zu Rate zu ziehen. Häufig liegt zwar keine organische Ursache vor, doch mit professioneller Anleitung zu einer bewussteren Ernährung, einem gesünderen Lebensstil und bei Nutzung der modernen Möglichkeiten zur Sanierung der Darmflora können die Beschwerden schnell und gezielt in den Griff bekommen werden.

Schnell Handeln im Fall des Falles


Einen Arztbesuch sollten Sie nicht auf die lange Bank schieben, wenn bestimmte Symptome auftreten. Es könnte eine Erkrankung als Auslöser vorliegen, die der Arzt diagnostizieren und dementsprechend gezielt behandeln kann.
Dies gilt zum Beispiel dann, wenn Sie neben plötzlicher Verstopfung auch an Übelkeit und Erbrechen und starken Schmerzen leiden, gleichzeitig aber keinerlei Darmgeräusche wahrnehmen können. Es könnte sich eventuell um einen zu behandelnden Darmverschluss handeln.

Bei bleistiftförmigen Stuhl und äußerst unregelmäßigen Stuhlgängen – eventuell in Verbindung mit Blut im Stuhl – ist ein Arztbesuch ebenfalls anzuraten.

Erfahren Sie hier Diagnose-Möglichkeiten bei Verstopfung >
     
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