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News zum Reizdarmsyndrom




Aktuelle Studienergebnisse

Unlösliche Ballaststoffe beim Reizdarmsyndrom nicht sinnvoll



Ballaststoffe werden insbesondere bei Reizdarmpatienten mit Verstopfung als Möglichkeit zur Linderung der Symptome eingesetzt. Doch Vorsicht! Aktuelle Studien haben jetzt belegt, dass nicht alle Arten von Ballaststoffen tatsächlich sinnvoll sind. So scheint Kleie, ein unlöslicher Ballaststoff, für die Betroffenen in der Regel keine Linderung der Beschwerden zu bringen.

Ballaststoffe haben die Eigenschaft, Wasser zu binden, dadurch das Volumen des Stuhls zu vergrößern und gleichzeitig die Transitzeit durch den Darm zu verkürzen. Daher kommen sie vor allem bei Reizdarmpatienten vom Obstipations-Typ (also mit Verstopfung als Hauptsymptom) immer wieder zum Einsatz, um die Beschwerden zumindest symptomatisch zu lindern.
Doch Ballaststoff ist nicht gleich Ballaststoff. Tatsächlich scheinen lösliche Ballaststoffe wie Flohsamen gegenüber unlöslichen Ballaststoffen wie Kleie bezüglich der Linderung der Symptome überlegen zu sein. Genauer gesagt: Kleie macht für die Behandlung von Reizdarmpatienten schlichtweg wenig Sinn.

So das Ergebnis der Studie von Dr. C. J. Bijkerk von der Universität Utrecht. Über einen Zeitraum von 3 Monaten wurden insgesamt 275 Reizdarm-Patienten beobachtet. Eine Gruppe erhielt täglich Flohsamen, eine Gruppe Kleie und eine Gruppe wurde mit einem Placebo behandelt.  Im Vergleich mit der Placebo-Gruppe wurde in der Flohsamen-Gruppe bereits im ersten Monat der Behandlung über eine deutliche Linderung der Symptome berichtet. Dies war bei Kleie weder im ersten noch im zweiten Monat der Behandlung der Fall.

Kleie, ein unlöslicher Ballaststoff, scheint also wenig Nutzen hinsichtlich der Verbesserung der Lebensqualität der Betroffenen zu haben. Darüber hinaus wurde die Studie von vielen Teilnehmern aufgrund der schlechten Verträglichkeit abgebrochen.
Doch auch ein löslicher Ballaststoff wie Flohsamen scheint die Symptome nur über einen kurzen Zeitraum bessern zu können. So wurde im dritten Monat in der Flohsamen-Gruppe von 46 Prozent der Behandelten über eine Verbesserung der Beschwerden berichtet, in der Placebo-Gruppe von 32 Prozent. Dies wird von Experten nicht mehr als „signifikanter Unterschied“ gewertet. Zum Vergleich: Im ersten Monat wurde von 59 Prozent der Flohsamen-Gruppe über eine Verbesserung der Beschwerden berichtet.

Ein mögliches Indiz dafür, dass bestimmte Ballaststoffe bei einzelnen Reizdarm-Typen zwar die Symptome lindern können, aber keinen langfristigen Behandlungserfolg garantieren. Experten empfehlen deshalb, neben der symptomatischen Therapie das Reizdarmsyndrom auch ursächlich anzugehen. An erster Linie steht hier die Regeneration der Darmflora.
     
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