Reizdarm.net
Informationen und Hilfe rund um Darm-Probleme und das
Reizdarm-Syndrom (RDS) |
|
|
|
News zum Reizdarmsyndrom
Aktuelle Forschungsergebnisse
Entgegen der inneren Uhr: Schichtarbeit als Risikofaktor für das Reizdarmsyndrom
Wer nicht täglich von 09.00 – 18.00 Uhr im Büro sitzt, sondern in Schichtarbeit arbeitet, der hat grundsätzlich ein erhöhtes Risiko für das Reizdarmsyndrom. Eine aktuelle Studie der University of Michigan (USA) belegt: Insbesondere Menschen, deren Arbeitsschichten sich zwischen Tag und Nacht abwechseln, sind besonders häufig von den typischen Beschwerden wie Durchfall, Verstopfung, Blähungen, Bauchkrämpfe oder Völlegefühl betroffen.
Bereits seit längerem ist bekannt, dass sich Schichtarbeit grundsätzlich negativ auf Gesundheit und Wohlbefinden auswirken kann. Forscher berichteten in Zusammenhang mit Schichtarbeit über das deutlich vermehrte Auftreten von Schlaf-Wach-Störungen und damit verbundener Tagesmüdigkeit (erhöhte Unfallgefahr!), Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen. Darüber hinaus können sowohl Herz und Kreislauf als auch Magen und Darm durch die Schichtarbeit in Mitleidenschaft gezogen werden.
Auch eine aktuelle Studie aus Michigan, USA, unterstreicht den Zusammenhang von Schichtarbeit und auftretenden, körperlichen Beschwerden. Entsprechend der Studie, die an medizinischem Fachpersonal durchgeführt wurde, steht jetzt fest: Schichtarbeiter sind deutlich häufiger vom Reizdarmsyndrom betroffen, als Menschen mit „normalen“ Arbeitszeiten.
Im Rahmen der Studie wurden insgesamt 399 Krankenschwestern/ - pfleger befragt, die ihre Schichtarbeit jeweils unterschiedlich ausführten. So wechselte sich bei 75 Studienteilnehmern die Tag- und Nachtschicht immer wieder ab, 110 Krankenschwestern/ Pfleger arbeiteten kontinuierlich in der Nacht und bei 214 fiel die Schicht auf den Tag.
Das Ergebnis der Studie: Besonders häufig (48 Prozent) klagen Personen über typische Reizdarmbeschwerden, deren Schichtarbeit rotiert – also rotierend am Tag und in der Nacht stattfindet. Zur zweithäufigsten Gruppe der Betroffenen (40 Prozent) zählen Personen, deren Schicht auf die Nacht fällt.
Die Wissenschaftler bringen dieses Ergebnis in Zusammenhang mit dem gestörten Biorhythmus. So verlangsamt sich die Verdauung natürlicherweise nachts, der Transport des Speisebreis durch den Darm läuft also nicht so schnell wie am Tage. Unsere innere Uhr aber gerät durch Arbeit in der Nacht und insbesondere dem ständigen Wechsel zwischen Tag- und Nachtarbeit durcheinander. Bei der Rotation der Arbeitszeiten scheint unser Verdauungssystem nicht immer in der Lage zu sein, sich der veränderten körperlichen Aktivität anzupassen. |
|
|
|