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News zum Reizdarmsyndrom




Reizdarmsyndrom in der Forschung

Eine Studie belegt: Die Psyche und das Reizdarmsyndrom hängen eng zusammen



„Etwas schlägt mir auf den Magen“ – jeder weiß, dass sich Stress und psychische Belastungssituationen negativ auf unser Magen-Darm-System auswirken können. Dies trifft auch auf das Reizdarmsyndrom zu. So belegt eine Studie aus South Hampton, dass besonders Personen mit Hang zu Perfektionismus häufig von den typischen Symptomen wie Bauchkrämpfe, Völlegefühl, Verstopfung, Durchfall oder Blähungen betroffen sind.

Das Reizdarmsyndrom ist eine funktionelle Erkrankung, das heißt, es kann an sich keine organische Ursache als Auslöser der Beschwerden nachgewiesen werden. Wissenschaftler vermuten heute, dass insbesondere eine gestörte Darmflora bei der Entstehung der chronischen Darmerkrankung eine entscheidende Rolle spielt. Dies könnte auch die vorliegenden Studienergebnisse erklären. Denn Stress kann die Balance der Damflora empfindlich stören. Tatsächlich berichten Betroffene immer wieder, dass die Symptome gerade in Belastungssituationen verstärkt auftreten.

So überraschen die Ergebnisse der Studie mit 620 Studienteilnehmern an der University of South Hampton wenig: Die Wahrscheinlichkeit, an einem Reizdarmsyndrom zu erkranken, erhöht sich in dem Maße, in dem die Menschen den Anspruch an sich stellen, alles perfekt machen zu wollen. Niemals etwas von der Arbeit an andere deligieren, immer länger als die Kollegen im Büro bleiben, selbst am Wochenende arbeiten und bestimmt niemals krank melden – was heute für viele zum normalen Arbeitsalltag dazugehört, macht unserem Darm ganz schön zu schaffen. Neben Perfektionismus sind auch Ängstlichkeit und Stress Faktoren, die die Symptome des Reizdarmsyndroms verstärken oder auslösen können.

Wer also Reizdarm-Beschwerden vorbeugen bzw. in den Griff bekommen möchte, der sollte nicht nur auf eine ausgewogene Darmflora achten, sondern darüber hinaus versuchen,  den kontinuierlichen Druck aus dem Leben zu nehmen. Hier kann Yoga ebenso hilfreich sein wie autogenes Training.
     
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