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Reizdarm-Syndrom (RDS) |
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Reizdarm-Syndrom - Überblick
Krampfartige Bauchschmerzen, Blähungen, Völlegefühl, Stuhlunregelmäßigkeiten wie Durchfall oder Verstopfung (manchmal auch beides im Wechsel) sind die typischen Symptome, die auf ein Reizdarmsyndrom hindeuten können. Belastende Beschwerden, die die Lebensqualität der Patienten häufig empfindlich einschränken. Das Reizdarmsyndrom zählt zu den häufigsten funktionellen Magen-Darm-Störungen, unter der heute zwischen 11 und 25 Prozent der erwachsenen Bevölkerung der Industriestaaten leiden. Am häufigsten tritt das Reizdarmsyndrom zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr auf.
Wenn der Alltag zur Qual wird - Das Leben mit dem Reizdarmsyndrom
Ist eine Toilette in der Nähe? Werde ich das Abendessen mit Kollegen ohne Bauchkrämpfe über die Bühne bringen? Die Gedanken von Reizdarm-Patienten kreisen vorwiegend um die Beschwerden und machen einen normalen Alltag geradezu unmöglich. Ein Teufelskreis, denn so setzt sich der Betroffene selbst unter Druck – Stress und psychische Belastungssituationen verstärken allerdings die Symptome in vielen Fällen. Nicht umsonst heißt es „etwas schlägt mir auf den Magen“ – auch wenn es sich in diesem Fall eigentlich streng genommen um Beschwerden der Darmregion handelt.
Beim Reizdarmsyndrom handelt es sich um eine rein funktionelle Erkrankung, das heißt, dass keine organischen Ursachen für die Beschwerden auszumachen sind. Tatsächlich lässt sich zum Beispiel bei einer Darmspiegelung keinerlei Veränderung oder Auffälligkeit feststellen. Und gerade das wird für die Betroffenen häufig zum Problem. Denn wer glaubt einem schon, dass man unter ständigen Beschwerden leidet, wenn eine valide Diagnose aus ärztlicher Sicht so schwer fällt? Die Einschätzung als Hypochonder wird da oft vorschnell gefällt. Die Patienten fühlen sich missverstanden und ziehen sich häufig zurück.
Ursachen für das Reizdarmsyndrom
Doch wenn keine organische Ursache vorliegt – was ist dann der Grund für die auftretenden Beschwerden? Experten gehen heute davon aus, dass verschiedene Faktoren eine Rolle spielen. Diskutiert werden unter anderem erbliche Faktoren, Infektionen, psychische Einflüsse, einseitige und fettreiche Ernährung, eine Motilitätsstörung (Störung der Darmbeweglichkeit) sowie eine Überempfindlichkeit des darmeigenen Nervensystems (enterales Nervensystem). Es kommt also eine Vielzahl möglicher Störungen in Frage. Eine Vielzahl von aktuellen Studien konnte nun jedoch den Beweis antreten, dass Patienten mit eine Reizdarmsyndrom häufig an einen starken Mangel an speziellen Bifidobakterien leiden, der oft einhergeht mit einer Überwucherung krankheitsmachender Keime.
Die Rolle der Darmflora & der Darmbarriere
In einem sind sich die Wissenschaftler allerdings einig: Eine gesunde Darmflora spielt für die Darmgesundheit eine ganz entscheidende Rolle!
Die Darmflora ist das Ergebnis eines komplexen Zusammenspiels von Bakterien und anderen Mikroorganismen. Kommt es zu einer mikrobiellen Störung des Darmmilieus (z.B. durch die falsche Ernährung, Stress, nach einer bakteriellen oder viralen Infektion oder durch die Einnahme von Antibiotika), gerät auch unser Darm aus dem Takt. Tatsächlich wird ein Ungleichgewicht der Darmflora (häufig eine Abnahme spezieller Bifidobakterien) und eine gestörte Darmbarriere (also eine verminderte Abwehrfunktion des Darms) heute als Hauptursache für die Entstehung des Reizdarmsyndroms eingestuft. So kann bei Reizdarmpatienten ein Anstieg kranheitserregender (also pathogener) Keime wie z.B. Enterokokken. E. coli Bakterien, C. difficile in der überwiegenden Mehrheit der Patienten festgestellt werden.
Die Abnahme gesundheitsförderlicher Bifidobakterien, hier spezielle Unterarten des Stammes Bifidobakterium bifidum geht dabei nahezu immer einher mit einer Zunahme pathogener, also krankheitserregender Keime . Ein Problem, denn Bifidobakterien zählen zu den sogenannten „guten“ Darmbakterien, denen zahlreiche wichtige Eigenschaften zukommen. Sie regulieren unter anderem den pH-Wert im Darm und halten somit krankheitserregende Keime in Schach. Nehmen die pathogenen Keime überhand nehmen auch die Stoffwechselprodukte (nämlich Gase wie Methan und Kohlendioxid) stark zu. Es kommt zu Blähungen und den für das Reizdarmsyndrom typischen Blähbauch.
Darüber hinaus konnte nachgewiesen werden, dass bei Patienten mit Reizdarmsyndrom eine erhöhte Permeabilität vorliegt, das heißt, dass die Barrierefunktion des Darms erniedrigt ist – das Eindringen pathogener Keime wird erleichtert. Nehmen die Bifidobakterien Ihre Schutzfunktion (Barrierefunktion) nicht mehr wahr, können krankheitsmachende Keime in die Darmwand eindringen und dort zu Entzündungen führen. Diese Entzündungen reizen dann häufig die Darmnerven wodurch es zu den typischen Bauchschmerzen bei Reizdarm kommen kann.
Reizdarmsyndrom – nicht bedrohlich aber belastend
Häufig dominiert bei den Patienten die Angst, dass die Symptome eines Reizdarmsyndroms Folge einer mehr oder minder schweren Erkrankung sind. Eventuell liegt hier auch der Grund, warum viele den Gang zum Arzt scheuen. Doch aus medizinischer Sicht stellt das Reizdarmsyndrom keine besorgniserregende Erkrankung dar obwohl die Symptome natürlich äußerst belastend für den Patienten sind. Es lohnt sich also, bei den auftretenden Beschwerden wie Völlegefühl, Blähungen, Bauchschmerzen, Durchfall oder Verstopfung einen Arzt aufzusuchen. Dieser kann andere Erkrankungen ausschließen und die Diagnose „Reizdarmsyndrom“ zuverlässig stellen. Für viele Patienten ist es enorm beruhigend, zu wissen, dass man an einer rein funktionellen Störung leidet. Und: Dass man aktiv etwas gegen die Beschwerden tun kann!
Bifidobakterien gegen das Reizdarmsyndrom: Aktiv für eine gesunde Darmflora und eine intakte Darmbarriere
Um die Beschwerden zu lindern, empfiehlt es sich, an der Hauptursache des Reizdarmsyndroms anzusetzen und nicht rein symptomatisch zu behandeln. Das heißt, eine sinnvolle Therapie muss die Darmflora wieder ins Gleichgewicht bringen und die gestörte Barrierefunktion des Dünndarms wieder aufbauen.
Hier hat sich die Zufuhr bestimmter Bifidokulturen in Studien als besonders sinnvoll erwiesen. So belegen zahlreiche Studien einen signifikanten Effekt von zwei speziellen Bifidobakterienstämmen auf die Reizdarmsymptomatik. Sie regulieren nicht nur die Darmflora und sorgen für die Verdrängung von krankheitserregenden Keimen, sondern sorgen darüber hinaus für den Aufbau einer gesunden Darmbarriere (Verhinderung der Besiedlung mit pathogenen Keimen). Nebenwirkungen der Behandlung sind nicht bekannt. Ideal ist die Zufuhr einer ergänzenden bilanzierten Diät, da hier wissenschaftliche Studien über die Wirksamkeit vorliegen.
Insbesondere die Gabe eines der zwei untersuchten Bifidobakterien, B. bifidum MIMBb75 (Kijimea Reizdarm® - in der Apotheke), kann laut aktuellen Studienergebnissen die Symptome deutlich lindern und die Lebensqualität der Betroffenen erhöhen. Diese speziellen Bifidobakterien sind angesichts der vorliegenden Studie den sogenannten Lactobazillen hinsichtlich der Effizienz der Reizdarm-Behandlung signifikant überlegen.
Erfahren Sie hier mehr über die Ursachen des Reizdarmsyndroms > |
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