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Informationen und Hilfe rund um Darm-Probleme und das
Reizdarm-Syndrom (RDS)




 

Reizdarmsyndrom - Therapie

Häufige Nebenwirkungen bei der reinen Symptomlinderung


Es gibt heute verschiedene Möglichkeiten, die Symptome des Reizdarm-Syndroms kurzfristig zu lindern. Die Medikamente werden je nach individuell vorherrschenden Beschwerden eingesetzt. Zur Verfügung stehen heute zum Beispiel krampflösende Mittel (Spasmolytika) bei Schmerzen, Prokinetika bei einer verlangsamten Magen-Darm-Peristaltik oder auch sanfte Abführmittel bei Verstopfung.

Das Problem: Bei zahlreichen der gängigen Substanzen können Nebenwirkungen auftreten. Insbesondere der Einsatz von Psychopharmaka wurde aufgrund der Nebenwirkungen beschränkt. Darüber hinaus können derartige Medikamente die Symptome des Reizdarm-Syndroms zwar häufig effektiv lindern, doch die Ursache – also insbesondere die gestörte Darmflora und Darmbarriere – bleibt bestehen! Die Behandlung bleibt also an der Oberfläche und schützt den Patienten nicht langfristig vor den Beschwerden.

Bifidobakterien: Sanfte und nachhaltige Therapie


Die Zufuhr bestimmter Bifidobakterien, idealer Weise über ergänzende bilanzierte Diäten, stellt eine nebenwirkungsarme und vor allem langfristig wirksame Alternative zu der reinen Symptomlinderung bei Reizdarm-Syndrom dar.
So wurden in laufenden Studien bislang unter der Zufuhr von spezifischen Bifidobakterien keinerlei Nebenwirkungen beobachtet. Das besondere Plus: Bifidobakterien greifen dort an, wo das Problem entsteht: Sie regulieren die Darmflora und verbessern die Funktion der Darmbarriere. Die ideale Voraussetzung für einen nachhaltigen Behandlungserfolg. Derzeit gibt es jedoch erst zwei Bifidobakterienstämme, welche nachweislich die Symptome eines Reizdarms effektiv mildern können: B. bifidum MIMBb75 (Kijimea Reizdarm® - in der Apotheke), B. infantis 35624 (Bifantis®)

Funktion von Bifidobakterien beim Reizdarm-Syndrom


Bifidobakterien kommen im Rahmen der nebenwirkungsarmen und nachhaltigen Therapie des Reizdarm-Syndroms verschiedene Funktionen zu.
Diese speziellen Mikroorganismen (Bifidobakterien und Laktobazillen) sorgen laut aktuellen Studien für…
  • …eine verbesserte Barrierefunktion des Dünndarms (Vermeidung der Ansiedlung von pathogenen Keimen) durch das Haften an den Darmepithelzellen
  • …die Hemmung der Überwucherung mit krankheitserregenden Keimen
  • …die Verdrängung von Keimen, die Krankheiten auslösen können (Korrektur der bakteriellen Übersiedelung)
  • …die Veränderung der bakteriellen Flora
Insbesondere über den ausgleichenden Effekt auf die bakterielle Flora erfolgt weniger Gasbildung, die Gallensäure wird besser abgebaut und Stuhlvolumen und Stuhlkonsistenz ändern sich. Die Beschwerden lassen nach. Studien belegen: Mit dem Einsatz von speziellen Bifidobakterien verringert sich das relative Risiko für abdominale Schmerzen (Bauchschmerzen) im Vergleich zum Einsatz eines Placebos deutlich.

„Bifidobakterium bifidum“: Probiotika der besonderen Art


Bifidobakterien sind nicht gleich Bifidobakterien. Hier gibt es verschiedene Gattungen und Bakterienstämme, die sich hinsichtlich ihres jeweiligen gesundheitlichen Effekts signifikant unterscheiden.
Im Bezug auf die Behandlung des Reizdarmsyndroms hat sich insbesondere eine Untergattung von Bifidobakterien als besonders sinnvoll erwiesen. Doch auch hier gibt es große Unterschiede. Auch hier gilt: Bifidobakterium ist nicht gleich Bifidobakterium. Bis jetzt konnten nur zwei Stämme die gewünschte positive Wirkung zeigen. Hier ist insbesondere das sogenannte Bifidobakterium bifidum MIMBb75 (Kijimea Reizdarm®) hervorzuheben. Derzeit laufen die Studien über diesen Stamm der Bifidobakterien Erste Studienergebnisse zum Einsatz des Bifidobakterium bifidum MIMBb75 (Kijimea Reizdarm®) beim Reizdarmsyndrom brachten durchwegs positive Ergebnisse:
  • Komplette Remission des Reizdarms
  • Signifikante Verringerung eines Blähbauchs
  • Verbesserung der Lebensqualität von Reizdarm-Patienten
  • Verbesserung der Stuhlfrequenz
  • Keinerlei Nebenwirkungen

Die Mitarbeit des Patienten



Ernährung


Um diese positiven Effekte von Bifidobakterien nicht durch das falsche Essverhalten wieder zunichte zu machen, ist es unerlässlich, dass der Reizdarm-Patient bewusst auf seine Ernährung und seinen Lebensstil achtet. Auf fette, blähende und scharf angebratene Speisen sollte verzichtet werden. Experten empfehlen eine ausgewogene und vitaminreiche Ernährung.
Grundsätzlich sollten sich Reizdarm-Patienten an einige einfache Grundregeln halten:
  • Halten Sie regelmäßige Essenszeiten ein
  • Hektik ist beim Essen tabu! Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für Ihre Mahlzeiten
  • Grundsätzlich gilt: Mehrere kleine Mahlzeiten sind besser als wenige, die dann schwer im Magen liegen
  • Kaffee, Alkohol und Nikotin sollten gemieden werden
  • Speisen wie Bohnen, Erbsen, Zwiebeln oder Kohl sollten eher selten auf dem Essensplan stehen
  • Bei rohem Obst und Gemüse arbeitet unser Darm auf Hochtouren und sollten daher nicht in großen Mengen verzehrt werden
  • Nahrungsmittel mit dem Zuckeraustauschstoff Sorbitol (z.B. in Kaugummis oder diätetischen Süßwaren) sind bei Durchfall mit Vorsicht zu genießen
Natürlich ist in unserer heutigen Lebensweise nicht immer Platz für eine derartig bewusste Ernährung. In diesem Fall ist die die Einnahme von bilanzierten Diäten mit entsprechenden Bifidobakterien-Stämmen eine geeignete Alternative.

Alltag in Balance


Der Stressabbau und eine ausgeglichene Lebensweise spielen für einen gesunden Darm eine ganz wesentliche Rolle.
Hier ein paar Anregungen für mehr Balance im Alltag:
  • Ausreichend Schlaf
  • Regelmäßige, körperliche Bewegung – idealer Weise an der frischen Luft
  • Autogenes Training
  • Progressive Muskelentspannung
  • Yoga
  • Atemtherapie
Teilweise wurde über positive Erfahrungen durch Hypnose oder eine kognitive Verhaltenstherapie berichtet. Auch Akupunktur oder ein professionelles Training für effektives Stressmanagement kann für manche Patienten hilfreich sein. Diese Maßnahmen sollten aber nur flankierend zur Einnahme von Probiotika dienen.

Erfahren Sie, wie Sie einem Reizdarmsyndrom vorbeugen können>
     
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