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Informationen und Hilfe rund um Darm-Probleme und das
Reizdarm-Syndrom (RDS)




 

Reizdarmsyndrom - Diagnose



Einheitlich festgelegte Kriterien als Grundlage der Diagnose


Als Leitlinie für Mediziner wurden die sogenannten Rom-III-Kriterien entwickelt. Es handelt sich hierbei um von Experten festgelegte Kriterien zur einheitlichen Definition von funktionellen Störungen des Verdauungsapparates aus dem Jahr 2006. Entsprechend dieser Kriterien lautet die Diagnose nur dann „Reizdarmsyndrom (RDS)“, wenn folgende Faktoren erfüllt sind:
  • Wiederkehrende Bauchschmerzen oder Überempfindlichkeit im Magen-Darm Bereich
  • Symptombeginn vor mindestens einem halben Jahr
  • Symptome erscheinen an mindestens 3 Tagen pro Monat in den letzten 3 Monaten und gehen einher mit mindestens 2 der folgenden Symptome:
        -  Besserung nach dem Stuhlgang
        -  Änderung der Stuhlhäufigkeit
        -  Änderung der Stuhlkonsistenz und Stuhlform

Ausschlussdiagnose Reizdarm


Da generell nur dann tatsächlich von einem Reizdarmsyndrom gesprochen wird, wenn in Zusammenhang mit oben genannten Kriterien eben keine organische Veränderung nachzuweisen ist, hat der Ausschluss einer Erkrankung bei der Diagnose oberste Priorität. So kann sicher gestellt werden, dass nicht eine Grunderkrankung wie beispielsweise eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung, ein Magengeschwür oder eine Nahrungsmittelunverträglichkeit Auslöser der beobachteten Symptome ist.

Anamnese Reizdarm


Die Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese) gibt dem Arzt dabei erste Anhaltspunkte. Der Patient sollte mitunter auf folgende Fragen vorbereitet sein:
  • Welche Symptome treten auf?
  • Wann treten die Symptome auf?
  • Wie oft treten die Symptome auf?
  • Wie lange bestehen die Symptome bereits?
  • Liegen bereits bekannte Erkrankungen vor?
  • Welche Medikamente werden eingenommen?
  • Wie sieht die Lebenssituation aus? (Stress, seelische Belastungen)

Untersuchungsverfahren Reizdarm


Der Arzt (in der Regel ein Gastroenterologe) wird im Anschluss an das Gespräch in der Regel eine körperliche Untersuchung vornehmen. Hierzu zählt unter anderem das Abtasten des Bauches und das Abhören von Darmgeräuschen mittels Stethoskop.  
Darüber hinaus eignen sich verschiedene Untersuchungsverfahren, um andere Erkrankungen als Ursache der Beschwerden auszuschließen:

  • Atemtest auf Laktose- oder Fruktoseintoleranz (Nahrungsmittelunverträglichkeit)
  • Darmspiegelung (mit Gewebebiopsie)
  • Blutuntersuchung auf Leber- und Nierenwerte, Elektrolyte, Blutsenkungsgeschwindigkeit und Blutbild; Ermittlung der Schilddrüsenwerte
  • Stuhluntersuchung
  • Ultraschalluntersuchung
  • Enddarmuntersuchung
  • Röntgenuntersuchung (mit Kontrastmittel)
  • Computertomographie (bei anhaltenden Oberbauchschmerzen)
  • Tests auf Nahrungsmittelallergien


Erfahren Sie hier mehr über die Therapie des Reizdarmsyndroms >
     
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