Laktase-Tabletten (Lactase-Tabletten)

Laktase-Tabletten (auch Laktase-Tabletten) enthalten das Enzym Laktase, das für die Aufnahme von Laktose (Milchzucker) im Darm notwendig ist. Normalerweise bilden Zellen in der Dünndarmschleimhaut Laktase. Bei manchen Menschen lässt die Laktase-Produktion aber nach – zum Beispiel aufgrund einer erblichen Veranlagung oder einer Darmerkrankung (z.B. Reizdarm, Zöliakie, Morbus Crohn). Die Folge ist eine Laktoseintoleranz.

Menschen mit einer Laktoseintoleranz müssen auf eine laktosereduzierte Ernährung achten. Wie viel Laktose ein Betroffener verträgt, ist individuell unterschiedlich. Ist es nicht möglich, auf laktosehaltige Lebensmittel zu verzichten – zum Beispiel beim Essen in Restaurants oder bei Freunden – können Laktase-Tabletten den Enzymmangel ausgleichen, um Beschwerden wie Durchfall, Bauchschmerzen, einem Blähbauch oder Blähungen vorzubeugen.

Laktase-Tabletten gibt es in verschiedenen Dosierungen. Der sogenannte Food Chemical Codex (FCC) gibt die Enzym-Aktivität der Laktase-Tabletten an – je höher der FCC, desto mehr Laktose kann die Tablette für die Aufnahme im Darm vorbereiten. Unter optimalen Bedingungen können 1.000 FCC-Einheiten 5 Gramm Laktose spalten – das ist in etwa so viel, wie 100 Milliliter Kuhmilch enthalten.

Die Bandbreite an Laktase-Tabletten ist groß und die enthaltenen FCC-Einheiten variieren. Neben Laktase können die Tabletten Füllstoffe und Süßungsmittel wie Sorbit enthalten. Wer neben der Laktoseintoleranz unter weiteren Unverträglichkeiten wie einer Fructoseintoleranz oder einer Histaminintoleranz leidet, sollte deshalb genau die Inhaltsstoffe prüfen, bevor er sich für Laktase-Tabletten entscheidet.