Reizdarm.net
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Reizdarm-Syndrom (RDS) |
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Durchfall - Diagnose
Durchfall zum Beispiel als Folge von Magen-Darm-Infektionen ist in der Regel eher harmlos und ist meist nach maximal drei Tagen vorüber.
Wer auf Nummer sicher gehen will, der sollte bei andauerndem bzw. immer wiederkehrendem Durchfall einen Arzt aufsuchen. Dieser kann organische Erkrankungen (zum Beispiel Zöliakie, Morbus Crohn, Darmpolypen, Colitis ulcerosa) als Auslöser der Beschwerden zuverlässig ausschließen bzw. die individuell richtige Therapie veranlassen.
Anamnese (Erhebung der Krankengschichte)
Die ausführliche Erhebung der Krankengeschichte und eine körperliche Untersuchung geben dem Arzt erste Hinweise darauf, ob eine ernsthafte Erkrankung vorliegt. Selbstverständlich müssen die aktuellen Beschwerden am Anfang des Anamnesegesprächs stehen.
Insbesondere folgende Punkte sind hier relevant:
- Art und Dauer der Symptome
- Essgewohnheiten
- Häufigkeit der Stuhlentleerung
- Stuhlkonsistenz, Geruch und eventuelle Beimengungen
- Gewichtsverlust
- Bekannte Grunderkrankungen
- Stressfaktoren
- derzeit vorherrschende, belastende Situationen
- Fernreisen
Zur Vervollständigung der Krankengeschichte gehört auch, dass Untersuchungen angesprochen werden, die wegen gleicher Beschwerden in der Vergangenheit schon durchgeführt wurden. Die Befunde dieser Untersuchungen können helfen, Wiederholungen zu vermeiden. Besonders wichtig ist es für den Arzt zu wissen, ob früher eingenommene Medikamente geholfen oder möglicherweise sogar die Beschwerden verstärkt haben.
Untersuchungsmethoden
Zu den gängigen Untersuchungsmethoden zählen:
- Tastuntersuchung des Bauches
- Körperliche Untersuchung mit Fokus auf trockene Haut & flachen, schnellen Puls (mögliche Hinweise auf Wasser- und Elektrolytverlust)
- Blutuntersuchung (z.B. Blutbild, Elektrolyte, Kreatinin, Entzündungszeichen, Ermittlung der Schilddrüsenwerte, Leberenzyme)
- Stuhluntersuchung (um bakterielle Erreger und Viren auszuschließen)
- Ultraschall des Bauchraums
- Wasserstoffnachweisender Atemtest, um eine Nahrungsmittelunverträglichkeit zu erkennen
- Spiegelung des Magens und des Dickdarms mit Gewebeentnahme zur mikroskopischen Untersuchung (Endoskopie)
- Röntgenuntersuchung
- Test auf Nahrungsmittelallergien
- Untersuchung des Enddarms
Untersuchung der Darmflora
Eine große Bedeutung für die Darmfunktion ist der Darmflora zuzuschreiben. Erst in den letzten Jahren entschlüsselte man deren Aufgaben und erkannte das direkte Zusammenwirken von protektiven Darmbakterien (sogenannten Probiotika) mit den Zellen der Darmschleimhaut und den Immunzellen. Kein Wunder, dass sich bei vielen Patienten mit funktionellem Durchfall eine Störung im Gleichgewicht der „guten“ und „schlechten“ Darmbakterien, oftmals mit einer erheblichen Zunahme von krankhaften Keimen und Pilzen zeigt.
Eine diesbezügliche Untersuchung des Stuhls auf die Verhältnisse der Darmflora ist daher äußerst sinnvoll. Der Nachweis von bestimmten Antikörpern und sogenannten Defensinen - antibakteriellen Stoffen – kann z.B. Hinweise auf die Abwehrfunktion der Darmschleimhaut geben. Auf Basis dieser Ergebnisse lässt sich die Zufuhr von Probiotika zielgerichtet und effektiv steuern.
Erfahren Sie hier mehr über die Therapiemöglichkeiten von Durchfall als Folge des Reizdarmsyndroms > |
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