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Informationen und Hilfe rund um Darm-Probleme und das
Reizdarm-Syndrom (RDS)




 

Blähungen - Überblick

Völlegefühl, ein aufgeblähter Bauch, Druckschmerzen im Oberbauch sowie vermehrt abgehende Winde – wer unter Blähungen leidet, kennt diese Symptome nur allzu gut. Die Beschwerden sind nicht nur in körperlicher Hinsicht unangenehm. Besonders die Sorge, die Blähungen in der Öffentlichkeit nicht unterdrücken zu können, macht den Betroffenen zu schaffen. Egal ob beim Business-Meeting, im Restaurant oder beim Kinobesuch – in jedem Fall eine überaus peinliche Situation, die jeder vermeiden möchte.

Sind Blähungen eine Krankheit?


Blähungen an sich sind in der Regel nicht krankhaft, können aber als Begleiterscheinung einer zugrunde liegenden Erkrankung oder Funktionsstörung auftreten. Eine solche Funktionsstörung kann beispielsweise Gallenblase oder Bauchspeicheldrüse betreffen. Mögliche Grunderkrankungen sind zum Beispiel ein Reizdarmsyndrom, eine Malabsorption (Unfähigkeit des Körpers, bestimmte Nährstoffe zu spalten), eine entzündliche Darmerkrankung (Colitis ulcerosa) oder eine unzureichende Funktion des Herzens (Herzinsuffizienz). Auch eine Nahrungsmittelunverträglichkeit (zum Beispiel Laktoseintoleranz) kann für Blähungen verantwortlich sein.

Während derartige Grunderkrankungen eher selten Auslöser von Blähungen sind, leidet die Mehrzahl der Patienten unter

kurzfristig auftretenden, sogenannten „funktionellen Blähungen“

.

Staut sich im Darm zu viel Gas an – zum Beispiel durch zu schnelles, hastiges Essen oder kohlensäurehaltige Getränke – so muss diese überschüssige Luft über den After abgelassen werden. Ein natürlicher, anatomischer Vorgang also, der keinen Grund zur ernsthaften Besorgnis geben sollte.

Erst, wenn die Anzahl der abgehenden Winde deutlich ansteigt (mehr als 20 Mal am Tag), Symptome wie Völlegefühl oder ein Blähbauch hinzukommen und diese Symptome über einen längeren Zeitraum anhalten, dabei aber keine organische Ursache vorliegt, sprechen Experten tatsächlich von funktionellen Blähungen.

Wie entstehen Blähungen?


Kurzfristig auftretende Blähungen resultieren in der Regel aus unserer Ernährung und unserem Lebensstil. Die Ursachen sind vielfältig. In Frage kommen unter anderem:
  • Stark blähende Speisen wie Zwiebeln, Kohlgemüse, Hülsenfrüchte oder Weißbrot
  • Eine aus dem Gleichgewicht geratene Darmflora
  • Zu hastiges und schnelles Essen
  • Luftschlucken, beispielsweise durch Kaugummi kauen
  • Überwiegend vegetarische Ernährung (reich an Ballaststoffen und Zellulosen)
  • Bewegungsmangel

Was tun, wenn Blähungen häufig auftreten oder länger andauern?


Halten die Beschwerden über einen längeren Zeitraum an und wurde vom Arzt eine Grunderkrankung oder Nahrungsmittelunverträglichkeit ausgeschlossen, spricht man von funktionellen Blähungen. Hier spielen oben genannte Umwelteinflüsse (also die Ernährung und der Lebensstil) zwar auch eine Rolle, die entscheidende Ursache aber sehen Experten in einer gestörten Darmflora .

Unsere Darmflora: Schutzschild für den Körper


Bakterien spielen für eine reibungslose Funktion unseres Darms und unseres Immunsystems eine wichtige Rolle. Wissenschaftler fanden heraus, dass jeder Mensch mehr als 150 Bakterienarten im Darm besitzt. Gemeinsam mit anderen Mikroorganismen bilden sie die sogenannte Darmflora. Darmbakterien kommen vielfältige Aufgaben zu. Sie spielen eine entscheidende Rolle für die Darmschleimhaut, helfen beim Zersetzen von Nahrung und bilden ein Schutzschild gegenüber Viren, Pilzen oder pathogenen Keimen. Daher sollte man unbedingt vermeiden, dass die Darmflora aus dem Gleichgewicht gerät.
Heute weiß man, dass insbesondere ein Mangel an den sogenannten Bifidobakterien bei gleichzeitig erhöhter Enterokokken-Anzahl (Enterokokken = pathogene Keime) die Produktion von Gas und kurzkettigen Fettsäuren begünstigt. Die Folge: Blähungen. Jedoch ist wichtig zu wissen, dass es hunderte von verschiedenen Bifidobakterien gibt, jedoch nur wenige eine klinische Bedeutung besitzen.

Bifidobakterien: Probiotika für eine neue Balance


Entscheidend für die langfristig effektive Behandlung von Blähungen ist also, die Darmflora wieder in das nötige Gleichgewicht zu bringen. Hier kommt den sogenannten Probiotika eine entscheidende Rolle zu. So konnte in zahlreichen Studien bereits nachgewiesen werden, dass sich Blähungen durch die Einnahme von bestimmten Probiotika (z.B. Kijimea Reizdarm®, Bifantis®, Symbioflor®, Mutaflor®) langfristig lindern lassen. Und das ohne Nebenwirkungen. Als besonders geeignet haben sich hier die bestimmte Bifidobakterien, z.B. Bifidobakterium bifidum erwiesen.Zahlreiche Studien brachten positive Ergebnisse und haben gezeigt, dass diese spezielle Bakterienart insbesondere bei Blähungen erfolgreich eingesetzt werden kann.

Packen Sie das Problem an der Wurzel!


Entgegen der eher kurzfristig gedachten, symptomatischen Behandlung von Blähungen (z.B. mit sogenannten „Entschäumern“) greift die Probiotika-Einnahme direkt an der Wurzel des Problems an. Probiotika wirken genau dort, wo Blähungen entstehen – im Dickdarm – und das ist entscheidend für einen langfristigen Behandlungserfolg und zur Vorbeugung der Entstehung erneuter Blähungen. Nebenwirkungen einer Therapie mit Probiotika sind nicht bekannt.

Erfahren Sie hier mehr über die Ursachen von Blähungen >
     
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