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Reizdarm-Syndrom (RDS) |
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Blähungen - Ursachen
Ursachen für kurzfristig auftretende Blähungen
Es gibt verschiedene Ursachen, die vorübergehend zu einer erhöhten Darmgasproduktion führen können. Kurzfristig auftretende Blähungen werden zum Beispiel durch kohlensäurehaltige Getränke, hastiges schnelles Essen oder auch vermehrtes Luftschlucken zum Beispiel beim Kaugummikauen ausgelöst. Dadurch kann ein geruchloses Gas im Darm entstehen, das gewöhnlich durch Aufstoßen ausgeschieden oder auf natürliche Weise über die Darmwand resorbiert wird.
Auch Nahrungsmittel können bei der Gärung mit Bakterien im Dickdarm Darmgase verursachen. Einige Nahrungsmittel enthalten schlecht verdauliche Kohlenhydrate, die im Dünndarm nicht gespalten werden. Zu ihnen gehören vor allem ballaststoffeiche und stärkehaltige Nahrungsmittel, hoch verarbeitete Fertiggerichte bzw. Konservenkost oder auch Kuhmilchprodukte. Gelangen diese Kohlenhydrate in den Dickdarm, werden sie dort von Bakterien vergoren und mikrobiell abgebaut. Es entstehen die typischen unangenehm riechenden Gase, in der Regel Methan und Schwefelwasserstoff.
Vergleichsweise selten: Grunderkrankungen, die mit Blähungen einhergehen
In selteneren Fällen liegen Grunderkrankungen vor, bei denen Blähungen als Begleitsymptome auftreten können. Hierzu zählen zum Beispiel das Reizdarm-Syndrom, Nahrungsmittelunverträglichkeiten (z.B. Laktoseintoleranz), Funktionsstörungen der Verdauungsorgane (Magen, Gallenblase, Bauchspeicheldrüse) sowie Entzündungen des Magen-Darm-Trakts.
Darmflora aus der Balance: Häufigste Ursache für funktionelle Blähungen
Eine gestörte Darmflora zählt zu den häufigsten Ursachen für übermäßige Gasbildung, dem Grund für funktionelle Blähungen. Zur Erinnerung: Funktionelle Blähungen sind Magen-Darm-Beschwerden, die ohne erkennbare organische Ursache über einen längeren Zeitraum immer wieder auftreten und mit mehr als 20 abgehenden Winden pro Tag einhergehen.
Der bei der Geburt sterile Darmtrakt wird bereits in den ersten Lebenswochen mit Bakterien besiedelt. Bei Erwachsenen enthält der Dickdarm etwa 1.000.000.000.000 bis 10.000.000.000.000 Bakterien pro ml Darminhalt.
Die sogenannten „guten“ Darmbakterien (z.B. Bifidobakterien, Laktobazillen) sorgen im Gegensatz zu den krankhaften Darmkeimen (z.B. Enterokokken, E.coli, Streptokokken) für eine ausgeglichene Darmflora.
Dabei sind Bifidobakterien und Laktobazillen wahre Multitalente:
- Bifidobakterien und Laktobazillen senken den pH-Wert im Darm und stellen damit einen wichtigen Schutz vor Infektionen dar
- Bifidobakterien und Laktobazillen aktivieren die Immunabwehr im Darm
- Bifidobakterien besitzen die Fähigkeit, Vitamine zu bilden
- Bifidobakterien und Laktobazillen wandeln unverdauliche und nicht vollständig abgebaute Zuckerarten zu Fettsäuren und Gasen um
- Bifidobakterien und Laktobazillen sind in der Lage, antibakterielle Substanzen zu bilden
Erhöht sich nun beispielsweise die Anzahl der Enterokokken bei gleichzeitig verminderter Anzahl bestimmter Bifidobakterien und/oder Lactobazillen, so gerät die Darmflora aus dem Gleichgewicht und es kommt zu typischen Magen-Darm-Beschwerden wie Bauchschmerzen, Verstopfung oder eben auch zu Blähungen. Ursache für das Entstehen eines solchen Ungleichgewichts der Darmflora können unter anderem eine anhaltend falsche Ernährung oder eine Antibiotika-Therapie sein.
Erfahren Sie hier mehr über die Symptome von Blähungen > |
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